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Lebensart

Mehr als Käse und Tulpen: Erfolgreiche Niederländer in Deutschland

Vor 65 Jahren nahmen die Niederlande und Deutschland ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf, und die kulturellen folgten schnell: Das wurde jetzt bei der Veranstaltung "So klingen die Niederlande" in Berlin gefeiert.

Seit 1951 sprechen die Diplomaten Deutschlands und der Niederlande wieder offiziell miteinander. Damals wurden mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl die Weichen gestellt für ein Europa, wie wir es heute kennen. Doch nicht nur die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit schrieben sich die Nachbarländer auf die Fahne. Auch kulturell tat sich einiges.

Wie klingen die Niederlande?

Deutsche mögen Niederländer. Den Akzent finden sie putzig, die Offenheit charmant. Zahlreiche Niederländer prägten vor allem die deutsche TV-Landschaft, wie unsere Fotostrecke zeigt. Aber auch die Musik verband und verbindet: Wie die Niederlande klingen, war Thema der Veranstaltung So klingen die Niederlande im Rahmen der Reihe "Die Euroländer zu Gast im Bundesministerium der Finanzen" am Abend in Berlin. Die Bühne teilten sich der Sänger und Liedermacher Herman van Veen, die junge niederländische Sängerin Sharon Kovacs und die Jazzmusikerin Tineke Postma. Außerdem mit dabei war das weltweit gefeierte königliche Concertgebouw Orchester aus Amsterdam.

Minister Schäubles Lieblingsklischee über die Niederlande

DW-Intendant Peter Limbourg moderierte ein Gespräch zwischen dem niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem und Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble. Befragt nach seinem Lieblingsklischee über die Deutschen nannte Dijsselbloem die deutsche Gründlichkeit, vor allem in juristischen Fragen: "Wage es niemals, mit den Deutschen über juristische Gegebenheiten zu streiten. Sie kennen sich immer am besten aus." Schäubles Lieblingsklischee über die Niederlande fiel da schon klassischer aus: "Da ich an der A5 wohne, sind Holländer bei mir verbunden mit Wohnwagen auf der Überholspur der Autobahn."

Minister Dijsselbloem: Bei den "Panama Papers" geht es um soziale Gerechtigkeit

Im Gespräch mit den Finanzministern ging es auch um die aktuellen Enthüllungen der "Panama Papers". Die durch die Arbeit der Journalisten gewonnenen Erkenntnisse "überraschen uns nicht wirklich", sagte Finanzminister Schäuble. "Wir haben globale Finanzmärkte. Es gibt viele Gründe, dass Eigentümer einer Firma in einem anderen Land sind. Wir sehen aber, dass diese Möglichkeiten missbraucht werden." Die aktuellen Recherchen der Journalisten würden nun den Druck verstärken, diese Missstände abzustellen. Dijsselbloem stimmte ihm zu. Es handele sich um eine "Frage der sozialen Gerechtigkeit".

Liebe zur Musik

In Vorfreude auf das Programm des Abends nannte Dijsselbloem die Musik eine seiner "größten Leidenschaften". Und weiter: "Wenn ich ermattet bin wegen der Diskussionen in Europa, hilft mir immer die Musik." Auch Minister Schäuble verlieh seiner "großen Liebe zur klassischen Musik" Ausdruck.

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