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Kultur

Mehr als ein Stadtjubiläum

Sankt Petersburg ist Europas Fenster nach Russland. Das Riesenreich präsentiert sich zum 300. Stadtjubiläum deshalb von seiner allerschönsten Seite - als ginge es um die Zukunft des ganzen Landes.

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Sankt Petersburg wurde auf den Kopf gestellt

Für jedes Jahr eine Salve - der krachende Salut mit 300 Schüssen ist nur ein Höhepunkt im Festprogramm für Russlands nördliche Hauptstadt Sankt Petersburg. Selbst der Salut zum Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1945 fiel bescheidener aus. Russlands Präsident Wladimir Putin lässt den 300. Gründungstag seiner Heimatstadt mit großem Pomp und Staatsgästen aus aller Welt feiern.

"Alle Flaggen kommen zu Besuch", prophezeite schon der russische Dichterfürst Alexander Puschkin der am 27. Mai 1703 von Zar Peter dem Großen gegründeten Metropole am Finnischen Meerbusen. Die offiziellen Feierlichkeiten in diesem Jahr werden vom 24. Mai bis zum 1. Juni 2003 dauern.

Das weite Delta des Flusses Newa, Brücken und Kanäle, die Fassaden der barocken Zarenpaläste bilden eine spektakuläre Kulisse für zahllose Konzerte, Aufführungen und Straßenfeste. Hunderttausende sollen an den Newa-Ufern zusehen, wenn die Lasershow des Japaners Hiro Yamamato am 27. und 31. Mai 2003 den sommerhellen Himmel zeichnet.

Beeindruckende Gästeliste

US-Präsident George W. Bush und Bundeskanzler Gerhard Schröder kommen ebenso wie Chinas neuer Parteichef Hu Jintao. Putin wird seine Staatsgäste aus aller Welt am 30. Mai abends bei einer Schiffspartie bewirten. Am nächsten Morgen empfängt er sie in dem aus Trümmern wiederaufgebauten Konstantin-Palast. Spektakulärer Höhepunkt der Feiern ist die Eröffnung des rekonstruierten Bernsteinzimmers durch Putin und Schröder.

Zum Festkonzert am 31. Mai reist das Orchester der Metropolitan Opera mit Dirigent James Levine aus New York an. Auch Placido Domingo, Justus Frantz und Christoph Eschenbach gastieren in Sankt Petersburg. Orchester aus Wien, Paris, Rotterdam und Melbourne spielen auf. Doch im Mittelpunkt des Musikprogramms steht Waleri Gergijew, Direktor des Mariinski-Theaters. Russlands Vorzeigedirigent wird in den Festwochen jeden Tag ein oder zwei Mal am Pult stehen.

Die Kulturmetropole Russlands

In Sankt Petersburg ist zum 300-jährigen Stadtjubiläum viel gebaut worden - als Wiedergutmachung für die Vernachlässigung zu Sowjetzeiten. "Russland schuldet der Stadt etwas", sagt Kulturminister Michail Schwydkoi. "Wenn das Fest vorbei ist, sollen in Sankt Peterburg nicht Konfetti-Haufen und leere Eistüten zurückbleiben, sondern neue Museen und Theater." (kas)

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