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Ostmitteleuropa

Mehr als 60.000 Schwarzarbeiter in der Slowakei

– Regierung in Bratislava will Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung verschärfen

Bratislava, 11.12.2001, RADIO SLOWAKEI, deutsch

In der Zeitspanne vom Mai 2000 bis April 2001 wurden in der Slowakei seitens der Kontrollorgane Geldstrafen für Schwarzarbeit in Höhe von nur ungefähr 3,8 Millionen slowakische Kronen verhängt. "Die Höhe der Strafen zeugt davon, dass die Repression im Hinblick auf den Umfang der Schwarzarbeit im Lande unzureichend ist," stellte jüngst eine Runde der slowakischen Wirtschaftsminister fest.

Der stellvertretende Ministerpräsident zuständig für Wirtschaft, Ivan Miklos, schätzt ein, dass ungefähr 64.000 Menschen in der Slowakei illegal arbeiten, davon rund 23.000 Menschen das ganze Jahr über und rund 41.000 Menschen durchschnittlich vier Monate im Jahr. So gehen jährlich Hunderte von Millionen Kronen verloren, vor allem was die Abgaben für Sozialfonds und Krankenversicherung betrifft.

Die Wirtschaftsminister analysierten auch die Unterschiede zwischen den realen und den offiziellen Einkommen, um das Maß der sogenannten "verdeckten" Wirtschaft abzuschätzen. Unter "verdeckter" Ökonomik versteht man vor allem die Unternehmertätigkeit, die zwar im Einklang mit den Gesetzen ist, bei der jedoch die Menschen schwarz beschäftigt und die Einkommen nicht versteuert werden. Dies solle sich laut Schätzungen auf ungefähr 66.000 bis 80.000 Arbeitnehmer beziehen.

Die "inoffizielle" Wirtschaft produziert jährlich 70 bis 85 Milliarden slowakische Kronen. Die Wirtschaftsminister haben deswegen empfohlen, bei der Analyse der Schwarzarbeit in der Slowakei künftig auch die Einkommen der verdeckten Ökonomik, die gesetzwidrig ist, unter die Lupe zu nehmen. Die Maßnahmen zur Kontrolle der Schwarzarbeit sollen verschärft werden. (...) (ykk)

  • Datum 13.12.2001
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1ThR
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