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Aktuell Afrika

Mehr als 60 Geiseln können während der Kämpfe mit Boko Haram fliehen

An einigen Orten Nigerias wächst der militärische Druck auf die Islamisten der Boko Haram. Nach übereinstimmenden Berichten sollen jetzt gekidnappte Frauen und Mädchen die jüngsten Gefechte zur Flucht genutzt haben.

Im Norden Nigerias ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen einer großen Gruppe von entführten Frauen und Mädchen die Flucht aus der Gewalt der radikalislamischen Gruppe Boko Haram gelungen. Wie ein ranghoher Sicherheitsvertreter in der Regionalhauptstadt Maiduguri mitteilte, konnten 63 von insgesamt 68 Geiseln am Freitagabend der Terrorsekte entkommen.

Weder von Seiten der Regierung noch des Militärs gab es zunächst eine offizielle Bestätigung für diese Informationen. Aber Abbas Gava, ein Milizenführer im Bundesstaat Borno, machte ähnliche Angaben. Er habe entsprechende Hinweise von seinen Kämpfern aus dem Bezirk Damboa erhalten, wonach 63 der Entführten nach Hause zurückgekehrt seien. Die Geiseln hätten während eines Kampfeinsatzes der Kidnapper "mutig" die Gelegenheit zur Flucht ergriffen.

Am Freitag war es in der Stadt Damboa zu heftigen Gefechten zwischen den Moslem-Extremisten und der Armee gekommen, bei denen nach Militärangaben mehr als 50 Rebellen getötet wurden. Die Frauen und Mädchen waren laut Behörden bei Kämpfen Mitte Juni in dem Dorf Kummabza in Damboa von Boko Haram verschleppt worden.

Im April entführten die Islamisten zudem 276 Schülerinnen, von denen noch immer 219 vermisst werden. 57 befanden sich inzwischen wieder auf freiem Fuß. Seit dem Jahr 2009 verüben die Extremisten immer wieder Anschläge auf Polizei, Armee und Behörden, aber auch auf Kirchen, Schulen und Lokale. Die Boko-Haram-Terrormilizen kämpfen für einen islamischen Gottesstaat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias.

SC/mak (afpe )