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Nahost

Mehr als 50 Tote nach Terroranschlägen im Irak

Nach einem relativ ruhigen Jahresbeginn hat eine neue Gewaltwelle mit mehr als 50 Toten am Mittwoch (4.1.) den Irak erschüttert. Allein bei einem Überfall auf eine schiitische Beerdigung starben mehr als 30 Menschen.

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Nach einem der Autobombenanschläge in Bagdad

Bagdad schwere Anschläge im Irak

Ein Angehöriger kümmert sich um eines der Opfer in Mukdadija

In der Ortschaft Mukdadija, rund 80 Kilometer nördlich Bagdads, überfielen Terroristen eine schiitische Trauergemeinde. Nachdem sie aus Maschinenpistolen und Mörsern auf die Teilnehmer der Beerdigung gefeuert hatten, sprengte sich nach Polizeiangaben ein Selbstmordattentäter inmitten der Fliehenden in die Luft. Dabei starben nach Polizeiangaben insgesamt mindestens 36 Menschen, 40 wurden verletzt.

Terror in Bagdad

Zuvor erschossen in Bagdad Bewaffnete einen ehemaligen Hauptmann der irakischen Streitkräfte und einen Angestellten des Ölministeriums sowie dessen Sohn. Ebenfalls in Bagdad wurde nach Angaben von Augenzeugen ein mit Ausländern besetzter Geländewagen angegriffen. Anschließend hätten die Angreifer den Wagen in Brand gesteckt.

Sprengsätze und Autobomben

Bei der Explosion von drei Sprengsätzen starben nach Angaben der Polizei in Bakuba, 60 Kilometer östlich Bagdads, und im nordirakischen Kirkuk insgesamt sechs Menschen. Der arabische Nachrichtensender "Al-Arabija" berichtete am Nachmittag von weiteren Anschlägen. Bei der Detonation einer Autobombe auf einem belebten Marktplatz in Bagdad seien acht Menschen getötet, zwölf weitere verletzt worden. Insgesamt wurden bei dem Selbstmordanschlag und der Explosion von Autobomben oder selbst gebauten Sprengsätzen mindestens 50 Menschen verletzt.

Warten auf das Wahlergebnis

Die drei größten politischen Gruppierungen verhandelten unterdessen über die Bildung einer Koalitionsregierung. Die Vereinigte Irakische Allianz, das sunnitische Parteienbündnis Irakische Eintracht und die kurdische Koalition suchen einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Das endgültige Ergebnis der Parlamentswahl wird für Mitte Januar erwartet. Die unabhängige Wahlkommission teilte mit, sie habe die Überprüfung von fast 2000 Beschwerden gegen die Abstimmung abgeschlossen. 50 von ihnen wurden als schwerwiegend eingestuft. (kap)

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