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Europa

Mehr als 40 Tote bei Flugzeugabsturz

Fast alle Insassen eines russischen Flugzeugs, das kurz nach dem Start in der Stadt Jaroslawl abgestürzt ist, sind tot. Unter den Opfern befinden sich viele Spieler eines Eishockey-Teams, dem auch ein Deutscher angehört.

Flugzeugteil im Fluss (Foto: AP)

Tragisches Flugzeugunglück an der Wolga

Die Maschine vom Typ Jak-42 stürzte am Mittwoch (07.09.2011) um 16.05 Uhr Ortszeit, kurz nach dem Start, in der Nähe der Stadt Jaroslawl ab. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax driftete das Flugzeug nach dem Abheben plötzlich nach links ab und brach beim Aufprall in zwei Teile. Es habe möglicherweise eine Antenne gestreift, hieß es. Als Absturzursache kämen ein technischer Defekt und menschliches Versagen infrage, sagte ein Flughafenmitarbeiter.

Deutscher Eishockey-Spieler unter den Opfern

Robert Dietrich (Foto: Jan Huebner)

Starb mit seinen russischen Mannschaftskollegen: der deutsche Eishockeyspieler Robert Dietrich

An Bord des Flugzeugs befanden sich 45 Insassen, 37 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Nach Informationen des Katastrophenschutzministeriums haben nur zwei Menschen den Absturz schwer verletzt überlebt, darunter ein Besatzungsmitglied und ein Spieler des Eishockey-Teams Lokomotive Jaroslawl. Die Mannschaft, die bereits dreimal russischer Meister war, befand sich auf dem Weg nach Minsk zu ihrem ersten Saisonspiel. Unter den Opfern ist auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich.

Was genau ist passiert?

Präsident Dmitri Medwedew ordnete eine genaue Untersuchung der Tragödie an. Regierungschef Wladimir Putin wies seinen Verkehrsminister Igor Lewitin an, sich umgehend an die Unglücksstelle zu begeben. Die 600.000-Einwohner-Stadt Jaroslawl liegt rund 300 Kilometer nordöstlich von Moskau. Bundesaußenminister Guido Westerwelle reagierte bestürzt und sprach der russischen Regierung sein Beileid aus.

Flugzeugwrack (Foto: AP)

Die Unglücksursache ist noch unklar

Problematischer Einsatz alter Maschinen

In Russland kommt es immer wieder zu schweren Flugzeugunglücken mit teils veralteten Maschinen. So war offenbar auch das schlechte Material Ursache für den Absturz eines Transportflugzeugs im August im Nordosten des Landes. Hierbei starben alle elf Insassen. Im Juni starben 44 Menschen, als eine Passagiermaschine nordöstlich von Sankt Petersburg abstürzte. Die Piloten hatten bei schlechtem Wetter mit schlechter Sicht zu früh zur Landung angesetzt. Insgesamt ließen in den vergangenen zwei Jahren rund 200 Menschen ihr Leben bei Flugzeugabstürzen in Russland.

Autorin: Sabine Faber (dpa, afp, sid, dapd)

Reaktion: Martin Schrader

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