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Aktuell Afrika

Mehr als 40 Tote bei Bus-Unglück

Ein voll besetzter Reisebus ist im Südosten Marokkos in eine 150 Meter tiefe Schlucht gestürzt. Mehr als 40 Menschen kamen ums Leben, etliche wurden verletzt. Weshalb der Bus von der Fahrbahn abkam, ist noch unklar.

Bei einem der schwersten Verkehrsunfälle in der Geschichte des Landes sind 42 Menschen in den Tod gerissen worden. Ein Reisebus war aus zunächst unbekannter Ursache im Südosten des Landes in eine Schlucht gestürzt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur MAP berichtete, wurden bei dem Unglück 24 Insassen des Fahrzeugs verletzt, vier davon schwer. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht.

Nach ersten Untersuchungen sind keine ausländischen Touristen unter den Toten, wie die lokalen Behörden mitteilten. Alle Opfer seien marokkanische Staatsbürger. Das Unglück ereignete sich nahe der Ortschaft Zerkten in der Provinz Al Haouz. Der Bus war auf der Nationalstraße zwischen Marrakesch und Ouarzazate von der Fahrbahn abgekommen und eine 150 Meter tiefe Schlucht hinuntergestürzt. Dort blieb das Fahrzeug auf der Seite liegen. 37 Insassen starben nach Angaben der Behörden noch an der Unfallstelle, fünf erlagen später in den Krankenhäusern ihren Verletzungen.

König kondoliert und hilft

Die Umstände des Unfalls waren zunächst nicht genau bekannt. Nach Angaben einer Ermittlungskommission deuteten erste Indizien darauf hin, dass das Unglück möglicherweise auf menschliches Versagen des Fahrers zurückgeführt werden kann.

Marokkos König Mohammed VI. sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Der Monarch kündigte in einem Kommuniqué des Königshauses an, dass er für die Kosten der Beisetzung der Toten und die Behandlung der Verletzten persönlich aufkommen werde.

Die Stadt Ouarzazate liegt auf einem Hochplateau im Atlas Gebirge in rund 1200 Metern Höhe. In der Nähe befinden sich mehrere Filmstudios. Vor der malerischen Wüstenkulisse entstanden zahlreiche internationale Bibel- und Monumentalverfilmungen.

re/se (afp, dapd, dpa)