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Aktuell Deutschland

Mehr als 30.000 Menschen demonstrieren gegen G7-Gipfel

Mit einer Großveranstaltung haben Gegner des G7-Gipfels in Elmau ihre Proteste gegen das Treffen der sieben wichtigen Industrienationen eingeläutet. In München gingen nach Polizeiangaben 34.000 Menschen auf die Straße.

Die Demonstranten zogen nach der Auftaktkundgebung unter dem Motto "TTIP stoppen - Klima retten - Armut bekämpfen" durch die Münchner Innenstadt. Zu Zwischenfällen kam es bislang nicht. Rund 3000 Polizisten sind im Einsatz.

An dem Protestzug, zu dem diverse Parteien und Nichtregierungsorganisationen aufgerufen hatten, nahmen auch Politiker von Linkspartei und Grünen teil. Zu schaffen
machte den Demonstranten nach Angaben der Polizei die große Hitze. Viele Teilnehmer hätten Kreislaufprobleme gehabt.

Auf Plakaten und Transparenten im Demonstrationszug hieß es etwa "Yes we can - Stopp TTIP!" und "Jedes Kind, das an Hunger stirbt, wurde ermordet". Am Hauptbahnhof entrollten Demonstranten ein großes Plakat mit der Aufschrift: "G7-Gipfel blockieren!"

Demonstranten tragen Papp-Masken von Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama (Foto: Getty Images)

Demonstranten tragen Papp-Masken von Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama

Gipfel beginnt am Sonntag

Am Sonntag und Montag wollen die Staats-und Regierungschefs der USA, Kanadas, Japans, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Deutschlands auf Schloss Elmau am Fuße der bayerischen Alpen zu Beratungen über weltpolitische Probleme zusammenkommen. Das Treffen steht unter dem Motto "An morgen denken, gemeinsam handeln". Als Gäste reisen am Montag die Staats- und Regierungschefs aus Tunesien, Nigeria und Irak an.

Merkel optimistisch

Die Gastgeberin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, erwartet nach eigenen Worten auf dem Gipfel offene Gespräche und Ergebnisse, die über reine Absichtserklärungen hinausgehen: "Wir haben in G7-Gipfeln schon sehr, sehr viele Entwicklungen angestoßen, und auch jetzt wird es konkrete Ergebnisse geben, was zum Beispiel die Fragen der Gesundheit auf der Welt anbelangt", sagte Merkel dem Fernsehsender RTL.

Die Ebola-Epidemie in Westafrika habe gezeigt, "wie schnell wir betroffen sein könnten und wie ungeschickt, sage ich mal, die Weltgemeinschaft reagiert hat: zu spät, sehr vereinzelt, nicht in Koordination mit den internationalen Organisationen. Das muss sich ändern", betonte die Kanzlerin. Deutsche Schwerpunkte des Gipfels sind unter anderem nationale und weltweite Klimaziele, eine Ausweitung der Klimaversicherung, Standards beim weltweiten Handel, die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Förderung von Frauen.

wl/uh (dpa, afp, epd, kna)