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Aktuell Asien

Mehr als 20 Tote bei Fährunglück vor Myanmar

Bei einem Schiffsunglück vor der Westküste Myanmars sind mindestens 21 Menschen gestorben. Die Regierung macht das Wetter dafür verantwortlich. Andere glauben, dass die Fähre überladen war - und befürchten weitere Tote.

214 Menschen waren nach offiziellen Angaben an Bord der "Aung Takon", als die Fähre am Freitagabend auf ihrem Weg von Taunggok nach Sittwe verunglückte. Inzwischen konnte die Marine 167 Menschen retten. Für 21 Menschen, zwei Männer und 19 Frauen, kam jede Hilfe zu spät. Die Rettungskräfte konnten nur ihre Leichen aus dem Wasser fischen. Etwa 25 Menschen werden noch vermisst.

Unfallursache unklar

Regierungssprecher Win Myaing machte das Wetter für das Kentern der Fähre verantwortlich. Es habe heftige Winde gegeben und stark geregnet. "Wir vermuten, dass die Fähre sank, weil sie überladen war", erklärte hingegen ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Anwohner von Taunggok sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Fähre sei mit nicht registrierten Passagieren überfüllt gewesen. Ihren Angaben zufolge ist die Opferzahl weit höher, als bislang von offizieller Seite angenommen.

Überlende des Fährunglücks in vor Myanmar stehen an Bord eines Rettungsschiffes (Foto: STR/AFP/Getty Images)

Überlebende des Unglücks

Nicht registrierte Passagiere sind auf Myanmars Fähren keine Seltenheit. In dem früher Birma oder Burma genannten Land sind zahllose Menschen aus den armen Küstenregionen und an den Flüssen auf Fähren angewiesen, die jedoch oft schlecht oder kaum gewartet werden. 2008 starben 38 Menschen, bei einem Fährunglück auf dem Fluss Yway.

sp/as (dpa, ap)

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