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Afrika

Mehr als 1,6 Millionen Menschen aus Südsudan geflohen

Der Krieg und die anhaltende Dürre in dem afrikanischen Land haben nach Einschätzung der Vereinten Nationen zur derzeit schlimmsten Flüchtlingskrise weltweit geführt. Die UN fordern dringend mehr Hilfsgelder.

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Südsudan: "Die Welt verschließt die Augen"

Aus keinem anderen Land flüchteten im Moment mehr Menschen, erklärte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf. Insgesamt flohen den Angaben zufolge seit Beginn der Kämpfe Ende 2013 rund 1,6 Millionen Menschen nach Uganda, aber auch in Nachbarländer wie den Sudan, Äthiopien und Kenia. 

Im Norden Ugandas habe die Situation einen kritischen Punkt erreicht. Dort kämen täglich im Schnitt 2800 Menschen an. Im Februar hätten an einem Tag mehr als 6000 Südsudanesen in Uganda Schutz gesucht. Mehr als 800.000 Flüchtlinge befänden bereits im Land, 80 Prozent von ihnen seien Frauen und Kinder. Der Bürgerkrieg im Südsudan und die anhaltende Dürre trieben die Menschen über die Grenzen. Im Land selbst sind 2,1 Millionen Menschen auf der Flucht.

Südsudan Malakal - Soldaten auf Truck (picture-alliance/Photoshot/G. Julius)

Der Südsudan investiert in Waffen, während fast 5,5 Millionen Menschen im Land hungern

Der ethnisch gefärbte Krieg begann als Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Vize, dem heutigen Rebellenführer Riek Machar. Zehntausende Menschen wurden getötet. Der Südsudan ist eines der ärmsten Länder der Welt, verfügt aber über reiche Ölvorkommen. Laut einem UN-Bericht investiert die Regierung mindestens die Hälfte ihres Budgets in den Krieg, während 100.000 Menschen an Nahrungsmangel sterben. Die Vereinten Nationen warnen, die Zahl der Hungernden werde auf 5,5 Millionen ansteigen. Die UN appellieren an die die Weltgemeinschaft, mehr Geld für die Flüchtlingshilfe zu geben. EU-Entwicklungshilfekommissar Neven Mimica versprach, 165 Millionen Euro für die Länder am Horn von Afrika bereitzustellen.

jv/jj (dpa, ape, epd)

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