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Gefechte zwischen Armee und Rebellen

Mehr als 100 Tote bei Kämpfen im Kongo

Seit dem Tod eines Rebellenführers kommt es in Zentralkongo immer wieder zu Kämpfen. Die UN werfen dem Militär unverhältnismäßige Gewaltanwendung vor.

Soldaten der Armee der Demokratischen Republik Kongo (Archivbild/Reuters/Kenny Katombe)

Soldaten der Armee der Demokratischen Republik Kongo (Archivbild)

Bei Kämpfen zwischen Rebellen und dem Militär sind in der Demokratischen Republik Kongo innerhalb weniger Tage mehr als hundert Menschen getötet worden. Bei neuen Zusammenstößen in der Stadt Tshimbulu in der Provinz Kasai wurden jetzt zwölf Kämpfer einer lokalen Miliz getötet, wie ein örtlicher Behördenvertreter erklärte. Das Rote Kreuz hatte am Sonntag die Zahl der Opfer der Gefechte noch mit mehr als 90 angegeben.

UN-Mission zeigt sich besorgt

Die UN-Stabilisierungsmission in dem afrikanischen Land warf dem Militär unverhältnismäßige Gewaltanwendung vor. Monusco-Leiter Maman Sidikou äußerte sich zugleich besorgt über den Einsatz von Kindersoldaten bei den Rebellen.

Die Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Liz Throssell, erklärte, dass unter den Todesopfern 39 Frauen gewesen seien. Regierungssprecher Lambert Mende wies die Kritik zurück. "Das Militär muss in dem Gebiet die Ordnung wiederherstellen."

Immer wieder Kämpfe

Seit der Anführer der Rebellen, Kamwina Nsapu, im August durch die Polizei getötet worden war, kommt es in dem Gebiet immer wieder sporadisch zu Gewaltausbrüchen. Nsapus Anhänger versuchen, seinen Tod zu rächen. Sie kämpfen gegen die ihrer Ansicht nach "ungerechte politische Herrschaft" in Kasai. Die Provinz im Zentralkongo ist eine der ärmsten Regionen des Landes.

In der Hauptstadt Kinshasa ging die Polizei gegen die separatistische Sekte "Bundu dia Kongo" (BDK) vor. Bei dem Einsatz wurden vier Sektenmitglieder getötet, BDK-Chef Anführer Ne Muanda Nsemi konnte den Polizisten, die ihn festnehmen wollten, entkommen.

wl/qu (dpa, epd, rtre)