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Aktuell Asien

Mehr als 100 Tote bei Fährunglück in Indien

Bei einem schweren Unwetter ist im Nordosten Indiens eine Fähre gesunken. Bislang wurden mehr als 100 Leichen geborgen. Indiens Premier Singh zeigte sich erschüttert.

Rettungskräfte hätten gemeinsam mit Dorfbewohnern die Leichen der Ertrunkenen am Ufer des Flusses Brahmaputra geborgen, teilte die Polizei des Bezirks Dhubri im Bundesstaat Assam mit. Die Arbeit der Helfer wird durch Sturm und heftigen Regen behindert. Durch das Unwetter in Assam stürzten zahlreiche Bäume um. Dadurch waren auch einige zum Unglücksort führende Straßen unpassierbar.

Die mit rund 350 Frauen, Männern und vielen Kindern völlig überfüllte Doppeldecker-Fähre war bei schwerem Sturm in zwei Teile zerbrochen. Rund 150 Menschen, die zum Teil auf dem Dach des Passagierschiffes gesessen hatten, konnten an Land schwimmen oder gerettet werden.

Brahmaputra als gefährlich bekannt

Das Schiff war weder mit Rettungswesten noch Rettungsringen ausgerüstet. Ein Augenzeuge sagte, er habe gesehen, wie bei dem Unglück Passagiere von dem Strom fortgerissen wurden, da die Strömung sehr stark gewesen sei. Der Brahmaputra ist als ein besonders gefährliches Gewässer bekannt. Am Unglücksort  in der Nähe der Stdt Dhubri ist der Fluss mehrere Kilometer breit.

Indiens Premierminister Manmohan Singh sprach in einer ersten Reaktion von einer Tragödie. Er sei schockiert und voller Trauer angesichts der Verluste von Menschenleben, erklärte er. Die Regierung in Neu Delhi habe den Behörden von Assam Unterstützung bei den Rettungsmaßnahmen zugesichert.

Sollte sich die Opferzahl weiter erhöhen, wäre das Schiffsunglück eines der schwersten seit Jahren. In Südasien kentern allerdings immer wieder Fähren. Zuletzt waren im März in Bangladesch 138 Menschen beim Untergang einer ebenfalls überfüllten Fähre ums Leben gekommen.

haz/as (dapd, rtr)