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1,8 Tonnen schwerer Blindgänger

Mega-Evakuierung nach Bombenfund in Augsburg

Es gibt Rekorde, auf die kann man gerne verzichten. Etwa auf die größte Evakuierungsaktion in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie findet nun in Augsburg statt.

Evakuierungszone in Augsburg (Foto: picture-alliance/dpa/S. Puchner)

Evakuierungszone in Augsburg

Etwa 54.000 Menschen müssen in Augsburg an diesem Sonntag wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen.

Die Verwaltung der bayerischen Großstadt hat angeordnet, dass sich im Umkreis von eineinhalb Kilometern um die 1,8 Tonnen schwere Bombe während der Entschärfung niemand aufhalten darf. Bis 10.00 Uhr müssen etwa 32.000 Haushalte geräumt sein. Große Teile des historischen Stadtzentrums sind betroffen, auch das Rathaus und der Dom liegen in der Sperrzone.

Das Augsburger Rathaus (Foto: imago/Stefan M. Prager)

Das Augsburger Rathaus

Großeinsatz für Polizei und Hilfsdienste

Für die Evakuierung stehen etwa 4000 Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Rettungsdiensten aus ganz Bayern bereit.Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen, Patienten eines Krankenhauses sowie bettlägerige Menschen in Privathaushalten müssen in die sogenannte Schutzzone gebracht werden. Die Entschärfung der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg könnte bis in den Abend hinein dauern. Der Blindgänger war am Dienstag bei Bauarbeiten entdeckt worden.

Die Evakuierungsaktion ist die bislang größte inDeutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Die zuvor bundesweit umfangreichste Evakuierung wegen einer Bombe gab es im Jahr 2011 in Koblenz, dort waren 45.000 Einwohner betroffen.

wl/wa (dpa, kna, afp)

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