Meet the Germans: Frühling ist Spargelzeit | Lebensart | DW | 11.04.2018
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Lebensart

Meet the Germans: Frühling ist Spargelzeit

Wirklich frisch ist er nur, wenn er quietscht: Endlich hat in Deutschland die Spargelsaison wieder begonnen. Weil die Spargelernte aufwendig und teuer ist, war das "weiße Gold" in früheren Zeiten dem Adel vorbehalten.

Die Spargelzeit hat gerade erst begonnen, aber schon ist ihr Ende in Sicht. Eine alte Bauernweisheit besagt, dass die Spargelernte vorbei ist, sobald die ersten Kirschen rot geworden sind. Genauer gesagt endet die Saison am 24. Juni, dem Johannestag. Laut eines alten Spruches sollen die Menschen bis dahin, also insgesamt sieben Wochen lang, Spargel essen. Spargel ist gesund und kalorienarm - was für die meist dazu gereichte geschmolzene Butter oder die Sauce Hollandaise allerdings nicht zutrifft.

Ein geschütztes Produkt

In der Stadt Schwetzingen, die sich selbst als "Spargelstadt" bezeichnet, finden im April und Mai jede Menge Spargel-Veranstaltungen statt, darunter Kunstprojekte, Fotoausstellungen, Touren, Workshops und Kurse - und vor allem der traditionelle Schwetzinger Spargellauf über fünf oder zehn Kilometer. 

Im März nahm die Europäische Kommission den Spargelanbau um die Stadt Beelitz in Brandenburg in ihrer Liste geschützter europäischer Produkte auf. Wie auch deutsches Bier, Lebkuchen, Wurst und Schinken kann sich nun auch der Beelitzer Spargel mit dem begehrten EU-Siegel "Protected Geographical Indications (PGI)" schmücken.

Die weltweit größte Produktion von Spargel findet jedoch gar nicht in Deutschland statt - sondern in China.

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