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Medienentwicklung: Erweiterte Zusammenarbeit

Die Deutsche Welle (DW) mit ihrer DW Akademie und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werden künftig noch enger in der Medienentwicklung kooperieren.

Vor rund 70 Gästen aus Politik und Medien unterzeichneten Erik Bettermann, Intendant der DW, und Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im BMZ, am Montag, 11. März, in Berlin ein "Memorandum of Understanding" über eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Aus- und Fortbildung von Journalisten in Entwicklungsländern.

Weltweit müsse dem Recht auf freie Meinungsäußerung noch stärker Geltung verschafft werden, forderte Beerfeltz. In vielen Ländern seien freie Medien keine Selbstverständlichkeit. "Nur wenn sich Menschen frei und ohne Angst äußern können, sind sie auch in der Lage, für andere Rechte einzustehen." Denen, die recherchierten und berichteten und damit ihre Freiheit aufs Spiel setzten, solle noch mehr Unterstützung gewährt werden.

Förderung substanziell ausgebaut

Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im BMZ, und Erik Bettermann, Indendant DW am 11.03.2013 in Berlin bei der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen BMZ und der DW (Foto: Thomas Ecke).

Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im BMZ, und Erik Bettermann, Indendant DW

Das BMZ habe in den vergangenen Jahren seine Förderung im Bereich Medienentwicklung substanziell ausgebaut, etwa durch die Einrichtung eines neuen Referats für Medien und Pressefreiheit. Wichtigster Partner sei die DW, deren Akademie die führende deutsche Organisation für internationale Medienentwicklung sei.

Die Unterzeichnung habe eine enorme Bedeutung, so Bettermann. "So intensiv war unsere Zusammenarbeit noch nie." Gemeinsam mit dem BMZ verfolge man einen umfassenden Ansatz in der Medienentwicklung. Es gehe um mehr als um die Aus- und Fortbildung von Journalisten. Wirkungsvoll sei die Unterstützung dann, wenn man etwa auch die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit von Medieninstitutionen, den Zugang bisher benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu Information und gesetzliche Rahmenbedingungen zur Verwirklichung von Presse- und Meinungsfreiheit in den Fokus nehme. Dies tue die DW Akademie durch die Unterstützung des BMZ mit ihren langfristigen und umfassenden Projekten.

Medienpreis mit Fokus Menschenrechte

Moderatorin Astrid Prange, Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen beerfeltz, Gerda Meuer, Direktorin der DW Akademie und Michael Windfuhr, stellverstretender Direktor des Instituts für Menschenrechte stellen den neuen Medienpreis für Entwicklungspolitik vor. 11.03.2013 in Berlin (Foto: Thomas Ecke).

Der Deutsche Medienpreis Entwicklungspolitik wird erstmalig von BMZ und DW gemeinsam vergeben

Als sichtbares Zeichen der vertieften Zusammenarbeit wurde das neue Konzept für den Deutschen Medienpreis Entwicklungspolitik vorgestellt. Erstmalig wird der traditionsreiche Journalistenpreis in diesem Jahr von BMZ und DW gemeinsam vergeben; erstmalig können sich auch Journalisten aus Entwicklungs- und Transformationsländern auf eine der insgesamt sieben Preiskategorien bewerben. "Gerade in Entwicklungsländern braucht es besonders viel Mut, sich kritischen Zuständen anzunehmen und darüber zu berichten. Ich möchte, dass diese Journalisten unterstützt werden, weiter zu arbeiten", so Gerda Meuer, Direktorin der DW Akademie.

Der Fokus des Medienpreises liegt auf dem Thema Menschenrechte. Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte und Jurymitglied des Preises, betonte den engen Zusammenhang zwischen Medien und Menschenrechten: "Journalisten dokumentieren Menschenrechtsverletzungen und fordern dadurch Regierungen heraus, die für diese Taten verantwortlich sind. Dadurch werden sie oft zu Menschenrechtsverteidigern."

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