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Aktuell Amerika

Medien: Schützin in San Bernardino schwor IS die Treue

Die Angreiferin bei der Schießerei mit 14 Todesopfern im kalifornischen San Bernardino hatte laut Ermittlern der IS-Terrormiliz die Treue geschworen. Auch andere Indizien deuten auf ein Terrormotiv hin.

Unter Berufung auf drei Behördenvertreter berichtet der der US-Fernsehsender CNN, Tashfeen Malik habe unter anderem Namen einen entsprechenen Eintrag auf Facebook hinterlassen. Darin habe sie dem Chef der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) Abu Bakr al-Baghdadi direkt die Treue geschworden.

Zusammen mit ihrem Mann, Syed Farook, hatte die 27-jährige Pakistanerin die Weihnachtsfeier des städtischen Arbeitgebers ihre Ehemannes gestürmt und 14 Menschen erschossen. Bei den Opfern handelt es sich um sechs Frauen und acht Männer zwischen 26 und 60 Jahren.

Die Waffen, mit denen die Täter um sich schossen (Foto: dpa)

Die beiden Täter hatten mehr als 1600 Schuss Munition dabei und schossen wahllos um sich

Munition und Rohrbomben sichergestellt

Die Täter wurden später bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Laut Ermittlern führten Farook und seine Frau mehr als 1600 Schuss Munition mit sich. In ihrem Haus fanden die Ermittler rund 5000 weitere Schuss Munition und zwölf Rohrbomben. Außerdem wurde Material zum Bombenbau sichergestellt.

Die "New York Times" meldete am Donnerstagabend unter Berufung auf Kongressabgeordnete, dass die US-Bundespolizei FBI den Angriff als potenziellen Terrorakt einstufe. CNN hatte zuvor berichtet, Farook habe mit Terrorverdächtigen in Kontakt gestanden. Demnach soll sich der 28-Jährige nach seiner Heirat mit Malik in Saudi-Arabien im vergangenen Jahr radikalisiert haben. Die Behörden untersuchen eine Pilgerreise der beiden nach Mekka im Sommer 2014, wo sie heirateten, nachdem sie sich im Internet kennengelernt hatten.

Kontakte zu Islamisten in Somalia und Syrien?

Die "New York Times" berichtet zudem unter Berufung auf Kongressabgeordnete, es lägen Beweise vor, wonach Farook vor einigen Jahren mit Extremisten in den USA und im Ausland kommuniziert habe. Dazu sollen auch Extremisten gehört haben, die der somalischen Shebab-Miliz sowie der syrischen Al-Nusra-Front nahestehen.

Nach Ansicht des für Los Angeles zuständigen Vize-FBI-Direktors David Bowdich gab es eindeutig "eine Mission". San Bernadinos Polizeichef Jarrod Burguan sagte mit Blick auf Berichte über einen angeblichen Streit bei der Weihnachtsfeier: "Niemand regt sich bei einem Fest auf, geht nach Hause und setzt dann einen derart sorgfältig ausgearbeiteten Plan um."

Trauerbeflaggung

US-Präsident Barack Obama ordnete an, dass die Flaggen bis Montag auf Halbmast wehen. In San Bernadino hielten am Donnerstagabend bis zu 3000 Menschen eine Mahnwache für die Opfer ab. Auch ein muslimischer Verband organisierte eine Gedenkveranstaltung und erklärte, nach der Bluttat Feindseligkeiten gegen Muslime zu befürchten.

uh/wl (afp,rtr,ap)