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Kontroverses Verbot

Medien: Marokko untersagt den Verkauf von Burkas

Während Europa über Burka-Verbote streitet, geht der nordafrikanische Staat Medienberichten zufolge anders gegen die Verschleierung vor: Marokko will den Import und Verkauf von Burkas verbieten – aus Sicherheitsgründen.

Marokko Frau mit Niqab (picture alliance/dpa/N. Seliverstova/Sputnik)

Auch Nikabs (siehe Bild), bei denen der Augenbereich unverschleiert bleibt, sollen von dem Verbot betroffen sein

Die Verschleierung sei immer wieder von Terroristen zur Tarnung benutzt worden, hieß es dem marokkanischen Nachrichtenportal Le360 zufolge aus Kreisen des Innenministeriums. Zuerst hatte der britische Sender "BBC" über das angebliche Verbot berichtet.

Wie der französische Auslandssender RFI berichtete, wurde das Burka- und Nikab-Verbot den marokkanischen Händlern mit einer Frist von 48 Stunden mitgeteilt. Eine offizielle Mitteilung der Regierung gibt es bisher nicht.

Vollverschleierung in Marokko nicht weit verbreitet

König Mohammed IV. vertritt einen moderaten und toleranten Islam, die Vollverschleierung ist in Marokko nur in sehr konservativ geprägten Regionen verbreitet. Viele Frauen tragen dagegen einen Hidschab, der das Gesicht freilässt.

In den Maghreb-Staaten löste das angebliche Verkaufsverbot ein geteiltes Echo aus. Menschenrechtler sprachen von einem willkürlichen Eingriff des Staates in bürgerliche Freiheiten. In Europa gilt in Frankreich, Belgien und der Schweiz ein Burka-Verbot, in den Niederlanden ist das Tragen der Vollverschleierung in öffentlichen Gebäuden untersagt.

hk/sti (kna, epd)