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Veranstaltungen

Medien International: Ukraine

In der Ukraine tobt ein Informationskrieg. Wie kann in dieser Situation unabhängiger Journalismus gelingen? Wir laden Sie ein, am 3. Juli mit uns über die Situation der Medien in der Ukraine zu diskutieren.

In Kooperation mit dem ARD-Hauptstadtstudio in Berlin veranstaltet die DW Akademie seit Dezember 2011 Expertengespräche zu ausgewählten Ländern. Die nächste Veranstaltung "Medien International: Ukraine" findet am 3. Juli 2015 um 11 Uhr im ARD-Hauptstadtstudio statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.


Es diskutieren:
  • Sabine Adler | Osteuropa-Korrespondentin des Deutschlandradio, während des Euro-Maidan in der Ukraine, ehemalige Russland-Korrespondentin von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur
  • Dr. Kyryl Savin | Ländermanager Ukraine der DW Akademie, zuvor acht Jahre lang Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew
  • Nataliia Fiebrig | Korrespondentin des nationalen ukrainischen TV-Senders "1+1" in Berlin
  • Frank Hofmann | Korrespondent der Deutschen Welle in Kiew


Moderation:

  • Ute Schaeffer | Stellvertretende Direktorin der DW Akademie und verantwortlich für den Bereich Medienentwicklung

Veranstaltungsort:
ARD-Hauptstadtstudio
Konferenzraum | Wilhelmstraße 67 a | 10117 Berlin
11 – 12:30 Uhr

Bitte melden Sie sich online bis zum 1. Juli unter nachfolgendem Link an.


Hintergrund
Die Ukraine gehört heute zu den weltweit gefährlichsten Ländern für Journalisten. Allein 2014 wurden dort 33 Journalisten entführt und sechs weitere getötet, die meisten davon im Osten des Landes. Die Menschenrechtskommission der Krim berichtet zudem von wiederholten Angriffen auf Journalisten, widerrechtlichen Festnahmen, Gewaltandrohungen und der Zerstörung von Ausrüstung.

Die Lage der Medien ist auch in den selbsterklärten Volksrepubliken im Osten der Ukraine dramatisch. Unabhängige Lokal- und Regionalmedien in den besetzten Gebieten sind gezwungen, Stellung für die Separatisten zu beziehen oder die Redaktionen zu schließen. Russische TV-Sender wiederum werden im Rest des Landes der feindlichen Propaganda bezichtigt und abgeschaltet. Ein neugegründetes, auch in der Ukraine selbst umstrittenes Informationsministerium soll gezielte Gegenpropaganda forcieren.

Unter diesem Medienkrieg leidet insbesondere die Bevölkerung, der aufgrund aufgeheizter Berichterstattung politisch relevante Informationen vorenthalten bleibt. Während einflussreiche Oligarchen ihre Sender nach wie vor politisch zu instrumentalisieren versuchen, wird die jüngste Gründung eines öffentlich-rechtlichen Senders (NSTU), der fortan unabhängige, bürgernahe und moderne Inhalte landesweit ausstrahlen soll, als Fortschritt auf dem Weg zu Informationsfreiheit und Demokratisierung angesehen.

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