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Sport

Medaillensatz für das deutsche Team

Der Dienstag war der bisher erfolgreichste Tag bei der Leichtathletik-WM aus deutscher Sicht. Diskuswerfer Harting holte Gold, Stabhochspringerin Strutz Silber und Siebenkämpferin Oeser Bronze.

Der alte und neue Weltmeister Robert Harting jubelt mit der Goldmedaille bei der Siegerehrung. (Foto: Thomas Lohnes/dapd)

Harting "testet" sein Gold

Ganz oben auf dem Treppchen landete Robert Harting. Der Diskuswerfer war bei der Leichtathletik-WM in Daegu in Südkorea nicht zu schlagen und krönte seine tolle Leistung mit der Goldmedaille. Der 26-Jährige verteidigte damit seinen WM-Titel von Berlin 2009 und holte bei den Weltmeisterschaften in Südkorea die erste Goldmedaille für Deutschland.

Diskuswerfer Robert Harting war nicht zu schlagen und feierte sein WM-Gold. (Foto: Lee Jin-man/AP/dapd)

Diskuswerfer Robert Harting war nicht zu schlagen und feierte sein WM-Gold

Der Berliner warf trotz einer Knieverletzung starke 68,97 Meter und setzte sich damit vor Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland (66,95) und dem Iraner Eshan Hadadi (66,08) durch. Der zweifache Weltmeister und Olympiasieger Virgilijus Alekna aus Litauen belegte mit 64,09 Metern nur Platz sechs, Europameister Piotr Malachowski aus Polen wurde sogar nur Neunter (63,37).

Deutscher Rekord für Strutz

Martina Strutz jubelt nach einem gültigen Spung-Versuch und gewinnt Silber. (Foto: Thomas Lohnes/dapd)

Martina Strutz jubelt nach dem Sprung und holt Silber

Silber ersprang sich Martina Strutz aus Hagenow. Die Stabhochspringerin sicherte sich die Medaille mit dem deutschen Rekord von 4,80 Meter und ist damit in die Fußstapfen von Annika Becker getreten, die 2003 bei den Titelkämpfen in Paris ebenfalls Rang zwei belegt hatte. Die 29-Jährige musste sich nur der Brasilianerin Fabiana Murer geschlagen geben, die mit 4,85 Meter einen Südamerikarekord aufstellte. Dritte wurde die Russin Swetlana Feofanowa mit 4,75 Meter. Keine Rolle spielte dagegen Weltrekordhalterin Jelena Issinbajewa. Die lange verletzte Russin war nicht rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt in Form gekommen und belegte mit 4,65 Meter nur Rang sechs. Auch die Jahres-Weltbeste Jennifer Suhr aus den USA (4,70) ging als Vierte leer aus. Die zweite deutsche Medaillenhoffnung Silke Spiegelburg erlebte dagegen einen schwarzen Tag. Die Leverkusenerin nahm keine Höhe im ersten Versuch und musste sich mit mäßigen 4,65 Meter und Rang neun begnügen. Einen Platz dahinter landete Kristina Gadschiew aus Zweibrücken (4,55) als Zehnte.

Oeser`s Aufholjagd

Jennifer Oeser posiert mit der WM-Bronzemedaille. (Foto: Thomas Lohnes/dapd)

Jennifer Oeser ist stolz auf Bronze

Siebenkämpferin Jennifer Oeser kam doch noch zur Bronzemedaille. Die WM-Zweite von Berlin 2009 musste sich mit 6572 Punkten nur der siegreichen Russin Tatjana Tschernowa (6880) und der entthronten Titelverteidigerin Jennifer Ennis aus Großbritannien (6751) geschlagen geben. Lilli Schwarzkopf landete mit 6321 Punkten Punkten auf dem sechsten Rang, Julia Mächtig wurde mit 6095 Punkten Siebzehnte. Nach den Tränen des ersten Tages über die schwache Vorstellung rollte Jennifer Oeser durch ihre Speerwurf-Bestleistung von 51,30 Meter das Feld von hinten auf und verteidigte Platz drei in der persönlichen Bestzeit von 2:10,39 Minuten über 800 Meter. Oeser, die nach den ersten vier Disziplinen von einem "rabenschwarzen Tag" gesprochen hatte, deutete bereits beim Weitsprung an, dass sie noch nicht aufgegeben hatte. 6,28 Meter bedeuteten Saisonbestleistung. Am ersten Tag hatte sich Oeser nach ordentlichen 13,33 Sekunden über die 100 Meter Hürden im dritten Hochsprung-Versuch über 1,83 Meter gezittert. Doch mit 13,70 Meter im Kugelstoßen und schwachen 24,58 Sekunden über 200 m verlor sie zwischenzeitlich viel Boden.

Im 3000-Meter-Hindernisrennen musste sich Gesa Felicitas Krause mit dem neunten Platz begnügen. Dennoch steigerte sie dabei ihren deutschen Jugendrekord ein weiteres Mal auf 9:32,74 Minuten. Es gewann die Russin Julia Saripowa in der Jahres-Weltbestzeit von 9:07,03 Minuten vor der Tunesierin Habiba Shribi. Bronze ging an die kenianische Favoritin Milcah Chemos Cheywa.

400 und 800 Meter ohne deutsche Beteiligung

Youngster Kirani James gewann die Goldmedaille über 400 Meter und verhinderte die erfolgreiche Titelverteidigung von LaShawn Merritt. Der 18-Jährige aus Grenada zog auf den letzten Metern an dem US-Amerikaner vorbei und gewann in 44,60 Sekunden vor Merritt (44,63) und dem Belgier Kevin Borlee (44,90).

Über 800 Meter holte Weltrekordler David Rudisha aus Kenia seinen ersten großen Titel. Der 22-Jährige siegte in 1:43,91 Minuten vor Hallen-Weltmeister Abubaker Kaki aus dem Sudan (1:44,41) und dem Russen Juri Borsakowski (1:44,49).

Fleischhauer scheitert im Halbfinale

Ein deutscher Athlet war auch beim 400-Meter-Hürdenlauf beteiligt, musste sich aber der Konkurrenz geschlagen geben. Georg Fleischhauer kam in der Vorschlussrunde als Fünfter seines Laufs in 49,36 Sekunden ins Ziel und verpasste damit das WM-Finale.

Autor: Calle Kops (mit sid und dpa)
Redaktion: Stefan Nestler

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