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Sport-News

McIlroy sagt wegen Zika Olympia-Start ab

Golfstar Rory McIlroy verzichtet unter Verweis auf das in Brasilien grassierende Zika-Virus auf die Chance, olympisches Edelmetall zu gewinnen. Der Nordire ist der zweite prominente Sportler, der sich so entscheidet.

"Nachdem ich mit denen gesprochen habe, die mir am nächsten stehen, ist mir klar geworden, dass meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Familie vor allem anderen kommen", begründete der nordirische Golfstar Rory McIlroy seine Absage für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August): "Auch wenn das Risiko, sich mit dem Zika-Virus zu infizieren, als gering eingestuft wird, besteht das Risiko nichtsdestotrotz, und ich bin nicht bereit, es einzugehen."

Iren sind "extrem enttäuscht"

McIlroy ist derzeit Vierter der Golf-Weltrangliste. Der 27-Jährige hat in seiner Karriere bereits vier Major-Siege gefeiert, unter anderem bei den US Open 2011. In diesem Jahr scheiterte er dort am Cut. McIlroy sollte in Rio für Irland starten. Das Olympische Komitee Irlands teilte mit, man sei "extrem enttäuscht", dass der Golfstar nicht zum Olympia-Team gehören werde: "Wir haben jedoch auch immer gesagt, dass jeder einzelne für sich entscheiden muss. Natürlich respektieren wir seine Entscheidung, die er aus persönlichen Gründen getroffen hat."

Auch Van Garderen nicht in Rio dabei

US-Radprofi Tejay Van Garderen. Foto: dpa-pa

US-Radprofi Tejay Van Garderen

Vor McIlroy hatte mit dem US-Radprofi Tejay Van Garderen bereits ein weiterer prominenter Sportler seinen Olympiastart mit Verweis auf das in Brasilien grassierende Zika-Virus abgesagt. Die Frau des 27-Jährigen ist schwanger.

Das Virus

, das durch die Aedes-Mücke übertragen wird, kann bei schwangeren Frauen zu Missbildungen beim Fötus führen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte erklärt, dass "keine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit" vorliege, "die es rechtfertigen würde, die Olympischen Spiele abzusagen oder zu vertagen." Genau das hatte eine Gruppe von 150 Ärzten und Wissenschaftlern gefordert. Die Spiele wie geplant auszutragen, wäre "unverantwortlich" und "unethisch", hatte es in einem offenen Brief an die WHO geheißen. Brasiliens Gesundheitsbehörde vermeldete in ihrem letzten Zika-Bericht 91.387 Verdachtsfälle im Jahr 2016, ein Drittel davon bereits bestätigt. Mit 25.930 Erkrankungen, die wahrscheinlich auf das Virus zurückzuführen sind, ist der Bundesstaat Rio de Janeiro nationaler Spitzenreiter.

sn/ck (dpa, sid)

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