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Fokus Osteuropa

Mazedoniens Premier Vlado Buckovski besucht Kosovo

Regierungschef Buckovski hat Pristina besucht. Er sprach dort mit Søren Jessen-Petersen, dem Leiter der UN-Mission für Kosovo, UNMIK. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Grenzfrage zwischen Mazedonien und Kosovo.

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An der kosovarisch-mazedonischen Grenze patrouillieren noch internationale Streitkräfte

Premier Vlado Buckovski und UNMIK-Chef Søren Jessen-Petersen sind am 2. März in Pristina übereingekommen, dass die Grenzfrage zwischen Mazedonien und Kosovo im Dialog gelöst werden müsse. Dies soll geschehen, bevor der endgültige Status des Kosovo geklärt ist. Über die Rolle Belgrads dabei gingen ihre Meinungen auseinander.

"Grenzfrage erfordert direkten Dialog zwischen Skopje und Pristina"

Dem Leiter der UN-Mission in Kosovo zufolge muss Belgrad lediglich darüber informiert werden, wenn ein Abkommen zustande gekommen ist. Der mazedonische Premier erwartet dagegen eine gleichberechtigte Beteiligung Belgrads an den Verhandlungen über die Grenzziehung. Jessen-Petersen sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Premier Buckovski am UNMIK-Sitz in Pristina, die Grenzfrage müsse vor dem Beginn der Verhandlungen über den endgültigen Status des Kosovo gelöst sein. "Diese Frage erfordert den direkten Dialog zwischen Skopje und Pristina. Zugleich muss allerdings auch Belgrad über diese Gespräche informiert werden," so Jessen Petersen.

Skopje will auch Belgrad am Verhandlungstisch

Mazedoniens Premier betonte dagegen, dass sich am Dialog für eine Lösung der Grenzfrage zwischen Kosovo und Mazedonien auch das offizielle Belgrad beteiligen müsse. "Wenn wir alle konstruktiv und pragmatisch vorgehen und die Grenzziehung auf technische Fragen reduzieren, wäre auch Belgrad zufrieden. Auf diese Weise würde unser mit Serbien-Montenegro im Februar 2001 abgeschlossene Abkommen bestätigt und die UN-Resolution 1244 zum Kosovo geachtet sowie Belgrad und die Kosovo-Übergangsregierung an den Gesprächen beteiligt," sagte Buckovski.

Wechselwirkung der Stabilität

Ermutigend sei zudem, dass in Kosovo niemand die bestehende administrative Grenze in Frage stelle und auch niemand den endgültigen Status mit den Grenzen in Verbindung setze. "Ich meine, es ist im Interesse der Kosovaren und der albanischen Politiker, die Grenzfrage schnellstmöglich abzuschließen. Denn meines Erachtens sind sich alle dessen bewusst, dass auch mit dem Grad der Stabilität Mazedoniens die Chancen für die Kosovo-Regeirung wachsen, zu demonstrieren, dass sie aus dem destabilisierenden Kosovo einen stabilisierenden Faktor in der gesamten Region geschaffen haben," so Vlado Buckovski.

Zulfija Jakupi, Pristina
DW-RADIO/Serbisch, 2.3.2005, Fokus Ost-Südost

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