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Aktuell Europa

Mazedonien wählt neuen Präsidenten

Prognosen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Ivanov und dem oppositionellen Sozialdemokraten Pendarovski voraus. So oder so - mit großen Veränderungen wird in dem kleinen Balkanland nicht gerechnet.

Seit 07.00 Uhr MESZ sind die Wahllokale geöffnet. Der Wahlkampf um das Amt des Staatsoberhauptes von Mazedonien war ohne echte Höhepunkte. Vier Kandidaten haben sich beworben. Umfragen und Prognosen gehen davon aus, dass letztendlich der amtierende Präsident Djordje Ivanov von der regierenden national-konservativen Partei VMRO-DPMNE wieder das Rennen machen wird. Denn Ivanov kann mit der vollen Unterstützung der größten Koalitionspartei des rechtskonservativen Regierungschefs Nikola Gruevski rechnen. Die verfügt über die weitgehende Kontrolle der wichtigsten Medien, der Justiz und der Behörden.

Hauptgegner wenig bekannt

Hauptherausforderer Stevo Pendarovski ist dagegen einer breiteren Öffentlichkeit noch wenig bekannt. Denn die oppositionellen Sozialdemokraten haben in den vergangenen Jahren immer wieder ihr Führungspersonal ausgetauscht.

Der 51-Jährige wirft Regierung und dem Präsidenten Misswirtschaft vor. Anstatt hunderte Millionen Euro in neoklassizistische Prachtbauten im Zentrum der Hauptstadt Skopje zu stecken, sollte das Geld lieber in die Infrastruktur und die Entwicklung des armen Landes investiert werden.

Der Kandidat der oppositionellen Sozialdemokraten, Stevo Pendarovski (Foto: AFP)

Der Kandidat der oppositionellen Sozialdemokraten, Pendarovski

Da keiner der beiden Kandidaten voraussichtlich die vorgeschriebene absolute Mehrheit erreichen dürfte, ist in zwei Wochen die Stichwahl geplant. Und dann, so wird in der früheren jugoslawischen Teilrepublik davon ausgegangen, sollte Regierungskandidat Ivanov kaum zu schlagen sein. Am 27. April finden auch vorgezogene Parlamentswahlen statt. Dabei wird der amtierenden Gruevski-Regierung ein klarer Sieg vorausgesagt.

Stimmberechtigt sind in Mazedonien, das eine Mitgliedschaft in EU und NATO anstrebt, 1,7 Millionen Menschen. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr MESZ.

se/nis/ml (dpa, afp)