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Europa aktuell

Mazedonien: Denkwürdiges Wettrüsten

«Skopje 2014» heißt das kostspielige Projekt der Regierung, das das Land immer tiefer spaltet. Von Alexander dem Großen bis hin zu Mutter Teresa deckt sich die Stadt mit immer neuen Statuen ein.

Seit dem Baubeginn vor zwei Jahren heißt es offiziell, «Skopje 2014» solle allein die Innenstadt verschönern. Längst ist allen Beteiligten aber klar, dass es dabei vielmehr um die Frage geht: Welche Geschichte wird in Bronze gegossen und welche nicht? In dem kleinen Land, in dem Mazedonier, Türken, Albaner, Serben und Roma mehr neben- als miteinander leben, führt jede neue Statue zu einem handfesten Streit. Allen voran die Albaner fühlen sich in dem Denkmälerwald nicht adäquat repräsentiert. Im Gegenteil, die Statue des serbischen Königs Dusan brachte nun für die mehrheitlich muslimische Minderheit der Albaner das Fass zum Überlaufen.