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Auf dem EU-Gipfel in Brüssel

May spricht von einem reibungslosen Brexit

"Wir haben uns vorbereitet, wir werden die EU verlassen", sagte die britische Premierministerin nach ihrer Ankunft in Brüssel. Aber auch die übrigen 27 EU-Staaten wollen nichts dem Zufall überlassen.

"Wir wollen den Prozess so reibungslos und geordnet gestalten wie möglich. Das liegt nicht nur in unserem Interesse, sondern auch im Interesse des übrigen Europa", sagte Theresa May vor Beginn des EU-Gipfels. Die britische Konservative betonte, sie werde den Antrag Ende März einreichen. Sie begrüßte auch, dass sich die anderen EU-Staaten intensiv auf die Trennungsgespräche vorbereiteten. Die 27 wollen am Donnerstagabend bei einem Abendessen beraten, wie sie die Brexit-Verhandlungen führen wollen. Zu diesen Beratungen ist May nicht eingeladen.

Die Londoner Regierungschefin nahm keine Stellung zu Äußerungen des britischen EU-Botschafters Ivan Rogers, der in der BBC davon gsprochen hatte, dass die Verhandlungen mit der EU bis zu zehn Jahren dauern könnten. In London sagte Handels-Staatssekretär Mark Garnier dazu, Rogers habe mit der Zeitangabe nur die Erwartungen anderer Regierungen wiedergegeben. Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven betonte in Brüssel, dass die Brexit-Verhandlungen sehr kompliziert würden. "Niemand hat ein Interesse an einer Verzögerung", sagte der Sozialdemokrat.

Sobald das Trennungsgesuch Großbritanniens vorliegt, bleiben zwei Jahre, um einen Ausstiegsvertrag zu verhandeln und zu ratifizieren. Europäische Spitzenpolitiker warnen jedoch seit längerem vor langwierigen Verhandlungen und verweisen auf das Freihandelsabkommen Ceta mit Kanada, bei dem die Gespräche 2009 begannen und das bis heute nicht in Kraft ist. Die Regierung in London hingegen setzt darauf, dass nach jahrzehntelanger EU-Mitgliedschaft die Voraussetzungen für Großbritannien günstiger seien.

rb/WW (dpa, rtr)

 

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