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Aktuell Kultur

Max-Ophüls-Preis für Stephan Richter

Der Regisseur Stephan Richter hat den renommierten Max-Ophüls-Preis gewonnen. Es handelt sich um eine der wichtigsten Auszeichnungen für Nachwuchs-Filmemacher. Sie wurde in Saarbrücken vergeben.

Das österreichische Jugenddrama "Einer von uns" des Regisseurs Stephan Richter ist mit dem diesjährigen Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet worden. Richter erhielt in Saarbrücken den mit 36.000 Euro dotierten Preis für seinen auf einer wahren Begebenheit basierenden Spielfilm. Der Regisseur zeige "eindrucksvoll die Perspektivlosigkeit von Menschen, die sich tagtäglich in einem Niemandsland, zwischen prall gefüllten Supermarkt-Regalen und der trostlosen Leere drumherum wieder finden", urteilte die Jury.

Ein trostloser Parkplatz

In dem Streifen erzählt der 1980 in Dresden geborene Richter die Geschichte des 14-jährigen Julian (gespielt von Jack Hofer), der auf einem trostlosen Supermarktparkplatz mit Kumpels rumhängt. Als er zusammen mit dem gerade aus dem Jugendgefängnis entlassenen Marko (Simon Morzé) in die bunte Warenwelt einbricht, endet das Abenteuer für ihn tödlich. Ein ähnliches Schicksal eines Jugendlichen hatte 2009 hohe Wellen in Österreich geschlagen.

Es ist die 37. Auflage des Festivals für das deutschsprachige Nachwuchskino, das nach dem in Saarbrücken geborenen Filmregisseur Max Ophüls (1902-1957) benannt wurde. Insgesamt wurden 15 mit insgesamt rund 110.000 Euro dotierte Preise vergeben. Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Odine Johne für ihre Rolle in "Agnes" ausgezeichnet. Der Hauptdarsteller des Spielfilms "Rockabilly Requiem", Ben Münchow, wurde als bester Nachwuchsschauspieler geehrt. Insgesamt laufen in der Festivalwoche mehr als 160 Filme in Saarbrücker Kinos. Die 37. Auflage endet an diesem Sonntag.

ml/haz (dpa)