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Reise

Max Liebermanns Kastanie umgestürzt

Die Liebermann-Villa am Berliner Wannsee ist ohne den berühmten Baum um eine Attraktion ärmer. Die Anziehungskraft des Ortes schmälert das allerdings nicht.

Seit 2006 betreibt die Max-Liebermann-Gesellschaft Haus und Garten als Museum, das sich den Werken und dem Wirken Max Liebermanns (1847-1935) widmet. In der Villa am Wannsee hatte der Maler 25 Jahre lang die Sommermonate verbracht. Erst kürzlich war der Garten auf Grundlage historischer Quellen und der Gemälde Liebermanns original wiederhergestellt worden.

Die Kastanie, die Liebermann selbst 1910 gepflanzt hatte, stürzte in der Nacht zu Dienstag um. Pilzbefall hatte dem 120 Jahre alten Baum seit mehreren Jahren zugesetzt, Stamm und Äste waren ausgehöhlt, wie das Museum mitteilte. Nun hätten die Wurzeln nachgegeben und die 18 Meter hohe Kastanie sei auf die Rasenfläche gekippt. Für den Baum sei keine Rettung möglich gewesen, er solle aber ersetzt werden, kündigte Museumsleiter Martin Faas an.

Max Liebermann gilt als einer der bedeutendsten deutschen Impressionisten und Wegbereiter der Klassischen Moderne. Die Kastanie hatte er auf zahlreichen Ölgemälden, Pastellen und Graphiken zusammen mit der Liebermann-Villa oder mit der berühmten weißen Gartenbank und den drei Heckengärten verewigt.

fm/ak (dpa)