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Wirtschaft

Massiver Einbruch bei deutschen Exporten

Schlechte Zeiten für Exportweltmeister Deutschland: Statistiker melden für November einen dramatischen Einbruch. Die Bundesregierung arbeitet derweil an einem Rettungsprogramm für Unternehmen.

Container am Hamburger Hafen (Foto: AP)

Deutsche Exporte: Weltmeistertitel in Gefahr?

Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag (08.01.2009) in Wiesbaden mitteilte, lag der Wert der aus Deutschland ausgeführten Waren fast zwölf Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Das ist der größte Rückgang seit 1993. Allerdings überstieg der Export mit 77,1 Milliarden Euro immer noch die Einfuhren in Höhe von 67,4 Milliarden. Dies bedeutet einen Überschuss in der Außenhandelsbilanz von fast zehn Milliarden Euro - im November 2007 hatte der Saldo mit 19,4 Milliarden Euro wesentlich höher gelegen.

Logo des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

DIHK: Doch nur ein "blaues Auge" für Deutschland?

Der starke Einbruch bei den deutschen Exporten Ende 2008 wird sich jedoch nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages nicht fortsetzen. "Es ist möglich, dass wir 2009 mit einem blauen Auge davonkommen", sagte der Außenwirtschafts-Chef des DIHK, Axel Nitschke. "Voraussetzung dafür ist, dass die weltweiten Konjunkturprogramme greifen."

Kopf-an-Kopf-Rennen mit China

Wegen des schwachen Jahresendes geht der DIHK nicht davon aus, dass die Exporteure 2008 die angestrebte Umsatzmarke von einer Billion Euro übertroffen haben. Offen sei, ob Deutschland den Titel des Exportweltmeisters gegen China verteidigt habe. "Das ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen", sagte Nitschke. Auch die chinesischen Ausfuhren waren zuletzt gesunken. Die entscheidenden Dezember-Daten stehen für beide Länder noch aus.

2009: Ende der Talfahrt?

Symbolbild Rezession (Quelle: dpa)

Die Rezession hat derzeit viele EU-Staaten fest im Griff

Auch nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung dürfte die Wirtschaft schon bald wieder Tritt fassen. Ende dieses Jahres könnte es konjunkturell bereits wieder leicht bergauf gehen, teilten die Berliner Forscher mit. Insgesamt rechnet das DIW für 2009 mit einem Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um 1,1 Prozent. Am Arbeitsmarkt sei eine stabile Entwicklung zu erwarten, der private Konsum werde positive Anstöße geben. Für 2010 sei dann mit einem Wachstum von 1,1 Prozent zu rechnen.

Rettungsschirm für Unternehmen

Nach dem Rettungspaket für Banken arbeitet die Bundesregierung jetzt an einem Rettungsfonds für Unternehmen, die wegen der Finanzkrise nur schwer Kredite bekommen. Im Gespräch sind Bürgschaften des Staates bis zu einer Gesamthöhe von 100 Milliarden Euro. Innerhalb der großen Koalition hieß es, das Instrument könnte Teil des zwischen Union und SPD verabredeten neuen Konjunkturpaketes werden. Für Banken gibt es bereits einen Rettungsfonds. Er beinhaltet Bürgschaften für Geschäfte der Banken untereinander. (wa)

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