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Aktuell Welt

Massive Luftangriffe auf IS-Terrormiliz

Die USA und ihre Verbündeten haben ihre Luftschläge auf die IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak verstärkt. Am Donnerstag und Freitag gab es 39 Angriffe.

20 Luftangriffe hätten Stellungen des "Islamischen Staates" (IS) im Irak gegolten, teilten die US-Streitkräfte mit. In Syrien hätten die Verbündeten 19 Angriffe auf Gebäude, Fahrzeuge und Stellungen der Terrormiliz geflogen, allein 17 davon im Raum Kobane. Die Stadt an der syrisch-türkischen Grenze wird seit mehr als drei Monaten von kurdischen Kämpfern gegen Angriffe des IS verteidigt.

An den Luftschlägen im Irak sind neben den USA mehrere westliche Verbündete beteiligt. In Syrien greifen US-Kampfflugzeuge die Dschihadisten gemeinsam mit Maschinen aus arabischen Staaten an. Der IS hat in den vom ihm beherrschten Teilen Syriens und des Irak ein Islamisches Kalifat ausgerufen. Die sunnitische Terrormiliz geht dort mit großer Brutalität gegen alle Menschen vor, die sie für Ungläubige halten. Dazu zählen sie auch schiitische Muslime und Christen.

Dschihadisten in der Defensive

Nach ihren erfolgreichen Offensiven im Sommer hat die Terrormiliz in jüngster Zeit Niederlagen erlitten. So haben kurdische Kämpfer im Norden des Irak, unterstützt von Luftangriffen, die Belagerung des Sindschar-Gebirges durch den IS durchbrochen. Dabei wurden Tausende Angehörige der Minderheit der Jesiden befreit, die dort seit Monaten festsaßen. Auch der Vormarsch de Dschihadisten Richtung Bagdad scheint gestoppt.

"Jordanische Maschine nicht abgeschossen"

Unterdessen stützten Aktivisten in Syrien Angaben der USA und Jordaniens, dass ein vom IS gefangengenommener jordanischer Pilot wegen eines technischen Defekts an seinem Kampfjet abgestürzt ist. Die Dschihadisten hatten behauptet, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Ein Aktivist aus dem syrischen Raka, der vom IS zu seiner "Hauptstadt" ernannten ostsyrischen Stadt, erklärte über das Internet, der Jet sei zunächst "sehr hoch" geflogen und habe eine Baustofffabrik getroffen. Dann sei er umgedreht und "Rauch" sei aus der Maschine gekommen.

Auch ein weiterer Aktivist, der den Absturzort als Hamra Ghannam identifizierte, ging von einem "technischen Defekt" aus. Unter Berufung auf "Quellen" in der Region teilte auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mit, Absturzursache sei ein technischer Defekt an der Maschine gewesen.

wl/dez (rtr, afp)