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Nordirak

Massengräber mit Hunderten IS-Opfern im Irak entdeckt

Die Terrormiliz IS hält im Irak und Syrien nur noch wenige Gebiete. Doch die Spur ihrer Gräueltaten wird immer wieder sichtbar. Im Nordirak wurden mehrere Massengräber mit Hunderten von mutmaßlichen Opfern gefunden.

Irak Leichenfund in al-Hawidscha (Getty Images/AFP/M. Ibrahim)

Irakische Truppen inspizieren die gefundenen Massengräber

Der ehemalige US-Militär-Stützpunkt al-Bakara nahe der Stadt Hawidscha sei von der Terrormiliz "Islamischer staat" (IS) als Hinrichtungsstätte genutzt worden, sagte der Gouverneur der Region Kirkuk, Rakan Said, irakischen Medienberichten zufolge. Die Terroristen hätten dort "nicht weniger als 400 Opfer" exekutiert. Einige trugen demnach Häftlingskleidung. Said forderte die irakische Regierung und die Vereinten Nationen auf, die Massengräber zu inspizieren und die Opfer zu identifizieren.

Irakische Truppen hatten die Dschihadisten Anfang Oktober aus Hawidscha 240 Kilometer nördlich von Bagdad vertrieben. Bei ihrem Vormarsch im Zuge der Offensive gegen den IS entdeckten die irakischen Soldaten bereits Dutzende Massengräber mit Hunderten Toten.

Anfang Oktober hatten irakische Truppen Hawidscha vom IS befreit. Hawidscha war eine der letzten größeren Städte, die im Irak noch unter Kontrolle der Dschihadisten standen. Nach Angaben der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition haben die Extremisten mittlerweile mehr als 95 Prozent ihres früheren Herrschaftsgebiets in Syrien und dem Irak verloren.

IS erobert syrische Grenzstadt zurück

Am Samstag konnte die Terrormiliz aber eine ihrer letzten Bastionen Aktivisten zufolge zurückerobern. Nachdem die syrische Armee die Stadt Albu Kamal am Donnerstag mit Unterstützung der russischen Luftwaffe und weiterer Verbündeter nach kurzen, aber heftigen Gefechten eingenommen hatte, starteten die Dschihadisten einen erfolgreichen Gegenangriff. Die ostsyrische Grenzstadt ist strategisch wichtig, da sie die IS-Gebiete in beiden Ländern miteinander verbindet.

rk/kle (dpa, afp)