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Großeinsatz

Massenfund an Pyrotechnik gibt Polizei Rätsel auf

Mit einem Großaufgebot haben Polizei und Feuerwehr riesige Mengen an Pyrotechnik aus einem Haus in Rheinland-Pfalz abtransportiert. Fast 90 Menschen in der Nachbarschaft mussten während der Aktion ihre Häuser verlassen.

Großeinsatz in Lauterecken in der Pfalz (picture alliance/dpa/H. Tittel)

Großeinsatz in Lauterecken in der Pfalz

"Das war von der Menge und der Größe her wirklich ungewöhnlich", kommentierte der Chef-Entschärfer Udo Jastrzembsky den Einsatz im pfälzischen Lauterecken, nahe Kaiserslautern. Erstaunt zeigte er sich vor allem über die große Menge selbstgebauter Pyrotechnik. Darunter waren auch hochexplosive Stoffe. Deswegen habe die Gefahr des Sprengstoffs auch nicht so genau eingeschätzt werden können. Das Material wurde, so die Polizei, an einen "vorübergehenden Lagerort" gebracht.

Die Pyrotechnik gehörte einem 18-Jährigen, der bereits vor mehreren Tagen zusammen mit einem weiteren Mann aus Nordrhein-Westfalen festgenommen worden war. Die Behörden ermitteln gegen das in Untersuchungshaft sitzende Duo wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Rechtsterroristen?

Es steht demnach der Verdacht im Raum, dass die Männer an Silvester in der Innenstadt von Kaiserslautern eine Explosion herbeiführen wollten. Ferner wird geprüft, ob sie zu einer rechten Gruppierung gehören. Die Männer bestreiten aber, Pläne für eine Explosion gehabt zu haben. Sie wollen das Material lediglich für ein Feuerwerk gesammelt haben - und bezeichnen sich selbst als Freizeit-Pyrotechniker.

cgn/jj (afp, dpa, LKA-RP)

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