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Aktuell Asien

Massenflucht vor Taifun "Haikui"

Der tropische Wirbelsturm ist mit voller Wucht in der Provinz Zhejiang auf die chinesische Küste geprallt. Millionen Menschen sind ins sichere Binnenland gebracht worden.

"Haikui" ist bereits der dritte Taifun in nur einer Woche, der China trifft. Der Tropensturm fegt mit heftigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern über die Region. Bis zu fünf Meter hoch türmten sich die Wellen vor der Küste.

In der Provinz Zhejiang wurden rund 1,5 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht, in der benachbarten Hafenmetropole Shanghai mussten fast 400.000 Einwohner ihre Häuser verlassen. Sie wurden in das sichere Hinterland gebracht. Alle Gruppenaktivitäten im Freien wurden bis auf weiteres untersagt, die städtischen Parks geschlossen, die Arbeit auf Baustellen wurde eingestellt. Mindestens zwei Menschen kamen bislang in Shanghai ums Leben, wie örtliche Medien berichteten. Die Opfer seien von herabfallenden Trümmern getroffen worden. Mehr als 30.000 Schiffe wurden in die Häfen zurückgerufen.

Video ansehen 01:12

Chinesen fliehen vor Taifun

In der Küstenstadt Ningbo stürzte der Sturm ein Riesenrad um, in Jiaxing deckten die Böen das Dach eines Stadions ab. Auf einem Hochplateau im Bezirk Jiaxing saßen rund 1000 Touristen wegen des Unwetters fest. In Lin'an hätten Rettungskräfte 123 Menschen befreit, die von den Wassermassen in ihren Gästehäusern eingeschlossen worden seien, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Der wichtigste Flughafen der Provinz Zhejiang in Hangzhou musste stundenlang seinen Betrieb einstellen, in der Region standen auch die Hochgeschwindigkeitszüge still.

Ein Mensch stemmt sich gegen den Sturm in Zhejiang (Foto: dapd)

Flucht vor dem Sturm

Drei Taifune innerhalb einer Woche

Die Bilanz der Sturmserie ist bitter: Bislang wurden mindestens 27 Tote gezählt, zahlreiche Menschen werden vermisst. Der wirtschaftliche Schaden der Unwetter allein in der Provinz Zhejiang wird auf fünf Milliarden Yuan (rund 635 Millionen Euro) geschätzt. Etwa die Hälfte davon entfalle auf Schäden in der Landwirtschaft, hieß es. China ist seit vergangenem Freitag bereits von den Taifunen "Saola" und "Damrey" heimgesucht worden.

qu/gri (apf, dpa, dapd)

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