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Aktuell Welt

Massenflucht und kein Ende?

Eine Schutzzone für die Flüchtlinge in Syrien scheint derzeit nicht durchsetzbar. Frankreich und Großbritannien erwarten, dass solche Zufluchtsorte militärisch abgesichert werden müssten. Also doch eine Intervention?

Weiterhin flüchten Tausende Syrer vor dem Krieg in ihrem Land in die Nachbarstaaten. Knapp 230.000 seien bislang in der Türkei, im Irak, im Libanon und in Jordanien registriert worden, berichtete das UN-Flüchtlingskommissariat in New York dem Weltsicherheitsrat. 2,5 Millionen Menschen brauchten Unterstützung. Die humanitäre Hilfe für die geflohenen Familien bleibt aber weit hinter den Erfordernissen zurück. So wurden Forderungen nach Sicherheitszonen zum Schutz der Bürgerkriegsflüchtlinge auch bei den Vereinten Nationen am Donnerstag mit großer Zurückhaltung aufgenommen.

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Syrische Flüchtlinge in Not

Türkei drängt auf konkrete Schritte

"Solche Vorschläge werfen ernste Fragen auf", sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson bei Beratungen über die Lage in dem Konflikt. Sie müssten genau geprüft werden. Vor allem das Nachbarland Türkei wirbt für die Einrichtung von Puffer-Zonen. Die überwiegend muslimisch geprägte Republik hat mehr als 80.000 Syrer aufgenommen und sieht sich mit einem nicht abnehmenden Strom an Flüchtlingen konfrontiert. Außenminister Ahmet Davutoglu mahnte, sein Land sei überfordert. Geschützte Lager innerhalb Syriens müssten sehr schnell eingerichtet werden.

Frankreich und Großbritannien hatten zuvor keine Option ausgeschlossen - auch nicht die einer militärisch erzwungenen Flugverbotszone zum Schutz der Bevölkerung. Schutzzonen in Syrien seien ohne militärisches Eingreifen nicht durchsetzbar und würden daher auch keine Mehrheit im UN-Sicherheitsrat finden, sagte der britische Außenminister William Hague in New York. "Aber für die Zukunft schließen wir keine Option aus", so der Brite. Sein französischer Kollege Laurent Fabius stimmte ihm rundum zu.

In Syrien tobt seit März 2011 ein Volksaufstand gegen die Herrschaft von Präsident Baschar al-Assad. Nach Angaben der oppositionellen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden seitdem mehr als 25.000 Menschen getötet.

SC/haz (rtr, afpe, dapd)

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