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Wirtschaft

"Maschinenbauer genießen besten Ruf"

Mittelständische Betriebe dominieren den deutschen Maschinenbau. Viele von ihnen sind Weltmarktführer. Ein Lexikon über die Branche wird derzeit erstellt. Mitherausgeber ist Florian Langenscheidt.

Dr. Florian Langenscheidt, Verleger (Foto: Kierzkowski/Deutsche Standards)

Florian Langenscheidt Verleger

DW: Das Lexikon mit dem Titel "The Best of German Engineering" wird zur Hannover Messe im nächsten Jahr erscheinen. Welches Ziel hat ein solches Nachschlagwerk, was soll es vermitteln?

Dr. Florian Langenscheidt: Gemeinsam mit dem VDMA, dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, dem federführenden Initiator des Projekts, wollen wir die bemerkenswerten Leistungen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus auf den globalen Märkten stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Daher erscheint das Lexikon von Anfang an in einer deutschen und einer englischen Ausgabe.

Wie wird das Lexikon genau aussehen?

Unser Ziel ist es, alle 3100 Mitgliedsunternehmen des VDMA vorzustellen. Hervorgehoben werden herausragende Technologien und Innovationen ebenso wie Nachhaltigkeit und die internationalen Aktivitäten der Unternehmen. Aber auch der VDMA als einer der größten Wirtschaftsverbände der Welt wird umfassend porträtiert. Hinzu kommen Fachbeiträge zu aktuellen Themen mit globaler Relevanz.

Welchen Stellenwert hat ein gedrucktes Lexikon für die beteiligten Unternehmen und die Leser? Ist das im digitalen Zeitalter überhaupt noch zeitgemäß?

Ein Buch bietet ein besonderes haptisches Erlebnis, es kann – etwa als Geschenk – persönlich überreicht werden und bekommt so einen zeitlosen und repräsentativen Charakter. Dennoch ist "The Best of German Engineering" mehr als nur ein Lexikon: Alle Inhalte werden online verfügbar sein, auch eine App ist geplant. Außerdem geben wir den Firmen eine Fülle von Möglichkeiten an die Hand, die sie bei der globalen Kommunikation ihrer Leistungen und Produkte unterstützen.

Gerade unter den Maschinenbauern befinden sich viele Weltmarktführer. Was macht den internationalen Erfolg der Branche aus?

Deutsche Maschinenbauer genießen weltweit einen ausgezeichneten Ruf. "German Engineering" steht für technologische Spitzenleistungen, Innovationsstärke und erstklassige Qualität, ebenso für Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Dabei reden wir nicht in erster Linie von großen Konzernen. Viele mittelständische Betriebe haben sich mit ihrem Know-how in spezialisierten Nischen herausragende Marktpositionen erarbeitet.

Diese Mittelständler sind vielfach familiengeführte Unternehmen. Welche Vorteile haben diese gegenüber großen DAX-Konzernen?

Familienunternehmen stehen für Kontinuität und Tradition und spüren in besonderer Weise eine Verantwortung für zukünftige Generationen. Daher gibt es bei Familienunternehmen ein sehr ausgeprägtes Bewusstsein dafür, nachhaltig zu wirtschaften und verantwortungsvoll zu denken und zu handeln.

Dr. Florian Langenscheidt ist Verleger und Buchautor. Der Ururenkel des Verlagsgründers Gustav Langenscheidt gibt "The Best of German Engeneering"  in seinem eigenen Verlag "Deutsche Standards" heraus. Dort sind unter anderem auch das "Lexikon der deutschen Familienunternehmen“ sowie das "Lexikon der deutschen Weltmarktführer" erschienen. Langescheidt hält mehrere Aufsichtsratsmandate und ist Gründer sowie Vorstandsvorsitzender von "Children for a better world“.

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