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Politik

Marschieren für den Frieden

Die traditionellen Ostermärsche haben wieder Zulauf: In 70 Städten und Regionen demonstrierten Zehntausende gegen Krieg und Terrorismus, für Abrüstung und friedliche Konfliktlösungen.

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Ostermarsch in Fretzdorf (Brandenburg)

Die größten Aktionen gab es in Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, Nürnberg und Kassel. Im Mittelpunkt der Märsche stand die Absage an den "Krieg gegen den Terrorismus". Die Friedenbewegung forderte, die Bundeswehr dürfe sich nicht weiter "an dem Krieg der USA" beteiligen. Angesichts der geplanten Ausweitung des Krieges dürfe es keine Bündnissolidarität geben, erklärte der Sprecher der zentralen Infostelle Ostermarsch, Willi van Ooyen.

Pulverfass Nahost

Die Bundesregierung wurde angesichts der Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern zugleich aufgefordert, die Rüstungsexporte nach Israel sofort zu stoppen. Kritik übte die Friedensbewegung an den Plänen der Bundesregierung, in den kommenden Jahren 120 Milliarden Euro für neue Rüstungsprojekte auszugeben. Stattdessen müsse es ein neues europäisches Sicherheitskonzept geben.

Die Demonstranten schlossen sich Aufrufen der israelischen und palästinensischen Friedensbewegung an, die Spirale der Gewalt in Nahost zu beenden. Vor allem "das völkerrechtswidrige Vorgehen der israelischen Regierung" wurde verurteilt, erklärte das Ostermarschbüro.

"Jugend auf die Straße" - oder wie?!

Nach Einschätzung zahlreicher regionaler Veranstalter haben sich die Teilnehmerzahlen im Vergleich zum Vorjahr teilweise verdoppelt. Bei den Ostermärschen habe sich eine neu formierende Bewegung gegen derzeitige und drohende Kriege gezeigt, erklärte das Bonner Netzwerk Friedenskooperative.

Zugleich habe die Ostermarschgemeinde das "Image einer in die Jahre gekommenen unattraktiven Veteranenveranstaltung abgestreift". Anlässlich des für Ende Mai geplanten Besuches von US-Präsident George W. Bush in Deutschland kündigte die Friedensbewegung weitere massive Proteste an. (dpa/arn)

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