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Kultur

Marlboro-Cowboy und Gottkönig

Was sind schon Kunst und Originalität? Eine Antwort gibt die Richard-Prince-Ausstellung im Guggenheim-Museum, eine andere die Schau "Kunst nach 1970" in der Galerie Albertina in Wien.

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Richard-Prince-Retrospektive im New Yorker Guggenheim

Der Cowboy von Richard Prince, Quelle: Promo

Der "Cowboy" von Richard Prince

Der amerikanische Künstler Richard Prince (Jahrgang 1949) gilt als Meister des Zitats. Er fotografierte Werbung, Modezeitschriften, Cartoons, Buchdeckel und andere Werke der Pop-Kultur. Damit begann er er vor 30 Jahren den Akt des Kunstschaffens und der Originalität in Frage zu stellen. Das New Yorker Guggenheim-Museum widmet ihm mit der Ausstellung "Richard Prince - Spiritual America" eine große Retrospektive mit Werken aus drei Jahrzehnten. Unter anderem ist auch der bekannte Marlboro Man mit dem Titel "Untitled (Cowboy)" zu sehen, das vor zwei Jahren beim Auktionshaus Christie"s für 1,25 Millionen Dollar (800 000 Euro) verkauft wurde. Die Ausstellung dauert bis zum 9. Januar 2008.

Albertina zeigt "Kunst nach 1970"

Sigmar Polke: Ohne Titel, 1998, Quelle: Promo

Sigmar Polke: Ohne Titel, 1998

Wiens älteste Galerie, die Albertina, gibt bis zum 16. März 2008 einen Überblick über das Kunstschaffen der letzten 30 Jahre des 20. Jahrhunderts. Unter dem Titel "Kunst nach 1970" hat Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder 120 Bilder aus dem Bestand von 20.000 Werken (seit 1970) im Besitz der Albertina ausgewählt. Dabei hätten solche Künstler im Mittelpunkt gestanden, die "traditionelle Techniken entscheidend weiterentwickelt" hätten. Und so finden sich neben großformatigen Bildern nach der Holzschnitttechnik von Anselm Kiefer und Franz Gertsch Arbeiten in einer neuen Aquarell-Technik von Georg Baselitz oder Maria Lassnig, Kohle-Bilder auf der Basis von Fotografien von Robert Longo. Schröder räumte ein, dass er diesen Ausschnitt aus dem internationalen Kunstschaffen seit 1970 "willkürlich" habe wählen müssen. Die Auswahl der Künstler müsse "naturgemäß ungerecht" sein. Schröder plant vom Herbst 2008 an in einem neuen Ausstellungsbereich in der Albertina eine permanente Ausstellung mit Kunst ab 1970 mit dann wechselnden Künstlern.

Dürer und Cranach im Mittelpunkt großer Ausstellung in Madrid

Albrecht Dürer: Der zwölfjährige Jesus unter den Schriftgelehrten (1506), Quelle: dpa

Albrecht Dürer: "Der zwölfjährige Jesus unter den Schriftgelehrten" (1506)

Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) und Albrecht Dürer der Jüngere (1471-1528) stehen im Mittelpunkt der ersten umfassenden Ausstellung über die Kunst der deutschen Renaissance in Spanien. Noch bis zum 6. Januar 2008 zeigt das Thyssen-Bornemisza-Museum in Madrid fast 250 Gemälde, Zeichnungen, Drucke oder Schmuckstücke aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Von Cranach und Dürer sind zusammen 42 Werke dabei. Vertreten sind aber auch Künstler wie Hans Baldung, Albrecht Altdorfer oder Johannes Wechtlin. Die Ausstellung will nicht nur die künstlerische Vielfältigkeit, sondern auch die politischen und religiösen Umwälzungen jener Zeit dokumentieren. "Es war eine titanische Aufgabe, all diese Werke zusammenzutragen", sagte Museums-Kurator Guillermo Solana.

Plakat der Pharaonen-Ausstellung, Quelle: Promo

Ausstellungsplakat

Große Pharaonen-Ausstellung in Valenciennes

Unter dem Titel "Pharao Mensch, König, Gott" zeigt das Kunstmuseum in dem nordfranzösischen Valenciennes 248 Werke, darunter 70 einzigartige Stücke wie das Standbild des Tut- ench-Amun oder die Büste von Thutmosis IV. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über 3 500 Jahre pharaonische Geschichte. Die Werke, viele Leihgaben stammen aus dem Museum in Kairo oder dem Louvre, sind bis zum 20. Januar zu sehen.

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