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Ostmitteleuropa

Marktplatz für Recht und Wissenschaft für ganz Mittelosteuropa

- Budapester Forum für Europa konstituiert

Budapest, 22.5.2002, BUDAPESTER ZEITUNG, deutsch, Bettina Nemes

Am vergangenen Donnerstag (16.5.) fand die konstituierende Sitzung des "Budapester Forum für Europa" statt. Das Institut für europäisches Recht, Wirtschaft und Verwaltung steht unter der Leitung des Justiz-Staatssekretärs Csaba Hende als Aufsichtsratschef. Als Kuratoriumsvorsitzender konnte Peter Spary, Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, gewonnen werden.

Die Stiftung ist eine Einrichtung der deutschen Bundesregierung. Sie berät seit 1992 in Mittel- und Osteuropa Ökonomen und Juristen, Regierungen und Kartellämter. Auch im Bereich Weiterbildung engagiert sie sich. Schon vor zehn Jahren richtete sie ein Büro in Ungarn ein. Den Anlass zur Gründung des Forums bildete, dass die Bundesregierung ab dem kommenden Jahr die Mittel für diese Zwecke streicht. "Inzwischen hat sich jedoch eine dermaßen gute Zusammenarbeit entwickelt, dass es ein Ansporn war, unsere Tätigkeit in einer Non-Profit-Organisation weiterzuführen", erklärte Gregor Kutsch, Vorstandsvorsitzender des Forums.

Die Initiative wurde Ende des vergangenen Jahres von der Deutschen Stiftung für Internationale rechtliche Zusammenarbeit konzipiert; die Budapester Stiftung konnte nun ihre Arbeit aufnehmen. Neben den etablierten Universitäten und der in Gründung befindlichen Andrássy-Universität steht somit ein zusätzliches Angebot von Praktikern für Praktiker bereit.

Das Budapester Forum hat seinen Sitz gleich neben dem Parlament. Es wird in Zukunft nicht nur Interessenten aus Ungarn offen stehen, sondern auch die Staaten der Nachbarländer mit einbeziehen. Es muss sich selbst finanzieren; das soll im Wesentlichen durch Spenden aus der Wirtschaft sowie durch moderate Gebühren für Weiterbildungskurse geschehen. "Zu den Hauptsponsoren gehören bereits heute Firmen wie Matáv, Mol, RWE-EnBW und Strabag", zählte Kuratoriumschef Peter Spary auf. Im Aufsichtsrat sitzen namhafte Persönlichkeiten wie Botschafter Wilfried Gruber, Matáv-Generaldirektor Elek Straub und Dieter Wolf, ehemaliger Präsident des Bundeskartellamtes.

Bei den Projektarbeiten kann auf über 1000 Experten aus den Mitgliedsstaaten der EU und der Kandidatenländer zurückgegriffen werden. Zu den Schwerpunkten gehören Weiterbildungsmaßnahmen auf den Gebieten Zivil-, Wirtschafts- und Steuerrecht, Kurse zur Rechtsterminologie und Rechtsmethodik, Hospitanten und Praktika für Nachwuchsjuristen und -ökonomen sowie Diskussionsforen, die mit einem guten Glas Wein verbunden werden sollen, wie die Organisatoren hinzufügten.

Allein für dieses Jahr sind 17 Veranstaltungen geplant, die ersten Anfang Juni. Damit bietet das Forum bereits im ersten Arbeitsjahr ein breitgefächertes Programm von Seminaren und Symposien an, die durch Auftragsveranstaltungen für Unternehmen, Verbände und Kammern ergänzt werden. Elek Straub betonte am Donnerstag, dass die praxisorientierte Ausrichtung von besonderer Bedeutung für die Wirtschaft sei - und dazu wolle das Forum seinen Beitrag leisten.

Das Programm des Budapester Forums für Europa ist im Internet unter www.budforum.hu einzusehen. "Dies soll ein Marktplatz für Recht und Wissenschaft für ganz Mittelosteuropa werden", so Kutsch. Geplant ist auch, alle 14 Tage einen E-Mail-Rundbrief an die Kollegen in ganz Europa mit den wichtigsten Informationen zu Recht und Wirtschaft zu versenden.

Weitere Infos: Gregor Kutsch, 1055 Budapest, Kossuth Lajos tér 16-17, Tel: 354-1260, E-Mail: budforum@axelero.hu (fp)

  • Datum 23.05.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2Cqr
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