1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Flüchtlinge

Marine rettet fast 1000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer

Die Migranten trieben vor der Küste Libyens in sieben Schlauchbooten und zwei Rettungsinseln im Wasser. Die Geretteten werden nun nach Italien gebracht.

Das Versorgungsschiff "Rhein" der Bundesmarine hat an einem Tag im Mittelmeer 919 Menschen aus Seenot gerettet. Der Tender ist im Rahmen der EU-Marinemission "Sophia" in der Region im Einsatz. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin wurden die Migranten etwa 50 Kilometer vor der Küste Libyens aus dem Wasser aufgenommen. Zudem seien Gerettete von Booten zweier Nichtregierungsorganisationen übernommen worden.

Die "Rhein" nahm anschließend Kurs auf den italienischen Hafen Corigliano Calabro. Dort wird sie voraussichtlich an diesem Freitag eintreffen. Die Geflüchteten werden den italienischen Behörden übergeben. Soldaten der deutschen Marine haben damit seit Beginn ihrer Operation im Mittelmeer vor gut zwei Jahren laut offiziellen Angaben insgesamt 21.200 Menschen aus Seenot gerettet.

Italien ist mit den Migranten derzeit hoffnungslos überlastet. Die Regierung in Rom drohte jüngst damit, die Häfen für Flüchtlingsschiffe zu sperren. Beinahe träglich treffen tausende Menschen in dem EU-Land ein. Die italienische Regierung und andere EU-Staaten werfen insbesondere privaten Hilfsorganisationen vor, das Geschäft der Schlepperbanden in Libyen zu befeuern.

Bundesmarine entdeckt bei Libyeneinsatz Waffen (pictur-alliance/dpa/Bundesverteidigungsministerium/BMVg)

Das Versorgungsschiff "Rhein" bei einem Übungsmanöver vor der libyschen Küste

Derzeit versuchen Migranten vor allem aus Afrika über die Mittelmeerroute nach Europa zu gelangen. Im ersten Halbjahr 2017 kamen mehr als 85.000 Menschen nach Italien, wie die EU-Grenzagentur Frontex mitteilte. Die meisten Neuankömmlinge stammen demnach aus Nigeria und Guinea. In Deutschland trafen im selben Zeitraum nach Angaben des Bundesinnenministeriums fast 90.400 Flüchtlinge ein.

se/stu (dpa, afp, kna)

Audio und Video zum Thema