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Presse

Marianne Birthler: Zusammenarbeit mit osteuropäischen Ländern gewinnt an Bedeutung

Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR im Interview mit DW-RADIO Ausstellung über rumänische Gedenkstätte in Köln eröffnet

"Auf dem Weg zu einem vereinten Europa müssen wir uns gemeinsam darum bemühen, dass das Europa der Zukunft die kommunistische Vergangenheit auch als einen wichtigen Teil der europäischen Geschichte wahrnimmt. Nicht als eine Randerscheinung, sondern als etwas, das viele Millionen Menschen in Europa geprägt, was ihr Leben belastet hat und womit sie sich auseinandersetzen müssen." Das sagte die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR, Marianne Birthler, in einem Interview mit dem Rumänischen Programm von DW-RADIO. Ihre Behörde habe bereits feste Kontakte zu vergleichbaren Institutionen in Estland, Tschechien, Ungarn, Polen und Slowenien geknüpft. Birthler: "Es gibt ein stärker werdendes Netz. Das ist sinnvoll, weil auch die kommunistischen Geheimdienste früher zusammengearbeitet haben. Wenn es um Aufklärung ihrer Arbeit geht, können wir das nur im gemeinsamen Kontakt tun."

Birthler hatte im Kölner Funkhaus der Deutschen Welle zusammen mit Intendant Erik Bettermann die Ausstellung "Geist hinter Gittern. Dokumente der rumänischen Gedenkstätte Sighet" eröffnet, die bis zum 21. Mai 2003 täglich geöffnet ist und an die Opfer des Kommunismus und des Widerstandes erinnert.

Mit Blick auf den Irak sprach sich Marianne Birthler dafür aus, die Unterlagen des irakischen Geheimdienstes aufzubewahren und dafür zu sorgen, "dass sie nicht vernichtet werden und möglichst komplett erhalten bleiben. "In 35 Jahren sind viele Menschen verschwunden, ermordet oder gefoltert worden. In diesen Akten steht die Wahrheit über ihr Schicksal. Sollten wir Rat geben können, würde mich das sehr freuen", so Birthler im deutschen Auslandsrundfunk weiter.

In der Bundesrepublik nimmt Birthler zufolge das Interesse "vor allem der jüngeren Generation an unserer Arbeit von Jahr zu Jahr zu. Ganze Schulklassen kommen verstärkt zu Veranstaltungen und Ausstellungen", die die Berliner Behörde bundesweit initiiert.

13. Mai 2003
092/03

  • Datum 13.05.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3dAE
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