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Sport

Maria Riesch holt Gold in Super-Kombination

Maria Riesch ist Olympiasiegerin in der alpinen Super-Kombination. Die 25-Jährige setzte sich nach Abfahrt und Slalom vor Julia Mancuso aus den USA durch. Ohne Edelmetall blieben die deutschen Biathleten im Einzelrennen.

Maria Riesch lacht nach der Abfahrt (Foto: dpa)

Maria Riesch hat gut lachen

Lindsey Vonn (li.) und Maria Riesch (Foto: dpa)

Sieger unter sich: Lindsey Vonn (li.) und Maria Riesch

Im zweiten Anlauf hat es dann doch geklappt: Maria Riesch gewann nach Abfahrt und einem Slalomlauf mit 0,94 Sekunden Vorsprung vor der Abfahrtszweiten Julia Mancuso aus den USA. Bronze ging an die Schwedin Anja Pärson, die einen Tag nach ihrem schweren Sturz in der Spezialabfahrt 1,05 Sekunden hinter Riesch lag. Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn aus den USA hatte nach der Abfahrt noch geführt, stürzte dann aber im Slalom. Dasselbe Schicksal ereilte die zweite deutsche Starterin, Gina Stechert aus Oberstdorf. Nach der Abfahrt hatte sie Platz zehn belegt.

Maria Riesch ist die achte deutsche Olympiasiegerin in einer Alpin-Disziplin. Sie holte für die deutschen Skirennfahrerinnen das erste Edelmetall seit Martina Ertls Bronze-Medaille vor acht Jahren. "Das war eine starke Wiederauferstehung, ich bin jetzt einfach nur noch glücklich", sagte Riesch nach ihrem Erfolg. Am Vortag hatten sich ihre Medaillenhoffnungen nicht erfüllt. Als Achte der Spezialabfahrt fuhr die Deutsche klar an einer Medaille vorbei. US-Star Lindsey Vonn wurde dagegen ihrer Favoritenrolle mit dem Sieg vor Teamkollegin Julia Mancuso gerecht.

Neuners Traum vom zweiten Gold geplatzt

Biathletin Magdalena Neuner nach dem Rennen über 15 Kilometer (Foto: AP)

War nicht ihr Tag: Magdalena Neuner

Biathlon-Star Magdalena Neuner hat zwei Tage nach ihrem Olympiasieg in der Verfolgung eine weitere Medaille verpasst. Sie wurde im Einzelrennen nur Zehnte. "Ich kann es verschmerzen. Vielleicht kann ich dann heute endlich einmal meine ersten Medaillen genießen", sagte die 23-Jährige. Beim Sieg der Norwegerin Tora Berger war Kati Wilhelm als Vierte beste DSV-Athletin. Gut 36 Sekunden fehlten ihr nach 15 Kilometern zum Bronze-Platz. Andrea Henkel wurde Sechste, Martina Beck enttäuschte als 29. Silber ging an die Kasachin Jelena Chrustalewa, Bronze holte Darja Domratschewa aus Weißrussland.

Auch deutsche Biathlon-Herren ohne Einzel-Medaille

Das Männer-Quartett verbuchte gar den schlechtesten Auftakt seit zwölf Jahren: Weder der dreimalige Turin-Olympiasieger Michael Greis noch seine drei Mitstreiter konnten in den Bergen von Whistler nach 20 Kilometern und vier Schießeinlagen die Podestplätze erklimmen.

Gut drei Stunden nach dem Erfolg von Tora Berger hat deren Landsmann Emil Hegle Svendsen das Einzelrennen der Herren gewonnen. Der 24 Jahre alte Norweger setzte sich vor seinem Teamkollegen Ole Einar Björndalen und Sergej Nowikow aus Weißrussland durch, die zeitgleich Silber holten. Björndalen gewann somit seine zehnte Olympia-Medaille. Michael Greis enttäuschte im 20-km-Rennen auf Position zehn. Damit war er dennoch der Beste des deutschen Quartetts. Zwölfter wurde Andreas Birnbacher. Alexander Wolf wurde 24., Christoph Stephan 29.

Friesinger enttäuscht als 14.

Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma

Anni Friesinger-Postma

Debakel für Anni Friesinger-Postma: Die 16-malige Eisschnelllauf-Weltmeisterin kam im olympischen 1000-m-Rennen nicht über den 14. Platz hinaus. Die 33-Jährige verpasste nach einer Saison mit Kniebeschwerden, Knöchelproblemen und Schweinegrippe bei ihrem ersten Auftritt im Richmond Oval die anvisierte Medaille um 99 Hundertstelsekunden. Am kommenden Sonntag bestreitet die zweimalige Olympiasiegerin über 1500 m ihren letzten Einzel-Wettkampf bei Winterspielen. Top-Favoritin Christine Nesbitt gewann Gold für die Gastgeber. Die Weltmeisterin setzte sich mit zwei Hundertstel Vorsprung vor Annette Gerritsen aus den Niederlanden und deren Teamkollegin Laurine van Riessen durch. Jenny Wolf lief nach ihrer 500-m-Silbermedaille über den langen Sprint auf den 17. Platz. Monique Angermüller enttäuschte als 22.

Künstler schlägt Springer

Der US-Amerikaner Evan Lysacek bei seiner Olympia-Kür im Eiskunstlauf (Foto: AP)

Ausdrucksstark zu Eiskunstlaufgold: Evan Lysacek

Bei den Eiskunstläufern darf sich Evan Lysacek aus den USA als neuer Olympiasieger feiern lassen. Der Weltmeister zeigte im Pacific Coliseum von Vancouver eine fehlerfreie Kür und begeisterte vor allem durch seine tänzerischen Einlagen. Damit beeindruckte er die Kampfrichter mehr als Rückkehrer Jewgeni Pluschenko aus Russland. Der Turin-Olympiasieger hatte auch nach drei Jahren Pause nichts von seinen springerischen Qualitäten verloren, er vermochte es aber nicht, das Publikum - und vor allem die Jury - mit einer sehr technisch wirkenden Kür auf seine Seite zu ziehen. Bronze ging an Daisuke Takahashi aus Japan. Der Deutsche Stefan Lindemann wurde zum Abschluss seiner Karriere 22.

Down Under On Top

Die australische Snowboarderin Tora Bright hat die Goldmedaille in der Halfpipe gewonnen. Sie setzte sich auf dem Cypress Mountain vor den beiden US-Amerikanerinnen Hannah Teter und Kelly Clark durch. Teter hatte bei den Winterspielen 2006 in Turin triumphiert, Clark 2002 in Salt Lake City Olympia-Gold geholt. Deutsche Teilnehmerinnen waren nicht am Start.

Pechstein darf nicht zu Olympia

Claudia Pechstein darf nicht an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teilnehmen. Die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS lehnte den Antrag der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin auf eine Startfreigabe ab. Pechstein habe nicht gegen eine Nichtnominierung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Einspruch einlegen können, da es diese aufgrund ihrer zweijährigen Sperre gar nicht habe geben können. Eine Anhörung setzte das CAS-Gericht nicht an. Damit ist die olympische Karriere der fast 38 Jahre alten Berlinerin beendet. Ende November hatte das Gericht eine zweijährige Sperre wegen Blutdopings gegen die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin bestätigt.

Curling-Männer verlieren erneut

Die deutschen Herren haben das vierte Gruppenspiel gegen Norwegen mit 4:7 verloren. Es war bereits die dritte Niederlage für das Team von Skip Andy Kapp. Bisher steht nur der 6:5-Erfolg aus dem Auftaktspiel gegen die USA zu Buche.

Autor: Tobias Oelmaier/Arnulf Boettcher
Redaktion: Stefan Nestler

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