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Pressemitteilungen

Margot Käßmann: Christen sollen sich von Gewalt im Irak distanzieren

Evangelische Landesbischöfin von Hannover im Interview mit DW-RADIO


"Wir brauchen eine Koalition der Ruhe und Vernunft. Wir müssen zurückkehren zur Würde jedes einzelnen Menschen, die unantastbar ist." Das sagte die evangelische Landesbischöfin von Hannover, Margot Käßmann, in einem Interview mit DW-RADIO. Sie forderte alle Christen dazu auf, "sich von der Gewalt im Irak zu distanzieren".


Die Landesbischöfin beklagte im Zusammenhang mit den Bildern gefolterter Häftlinge im Irak einen "enormen moralischen Verlust". Es würden Werte zerstört, "für die die Vereinigten Staaten eintreten wollten". US-Präsident George W. Bush führe "zum Schrecken mancher westlicher Christen einen heiligen Krieg". Dabei habe sich Bush in ein völlig falsches Feindbild verrannt. Man könne die Welt nicht in Gut und Böse einteilen. "Das hat mit Christentum nichts zu tun", erklärte Käßmann im deutschen Auslandsrundfunk weiter. Die USA hätten einen enormen Autoritätsverlust zu verzeichnen.


Religion dürfe nicht länger Konflikte verschärfen, sondern müsse zu deren Entschärfung beitragen. "Was wir jetzt brauchen, ist eine schnelle Stärkung der Vereinten Nationen." Ziel sei ein "Länder übergreifendes Institut, das eingreifen kann", so Käßmann.

12. Mai 2004
096/04

  • Datum 14.05.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/52jX
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