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Asien

Maoistischer Terror in Nepal

Mehr als 2000 Menschen wurden getötet, seitdem sich die maoistische Bewegung Nepals, anfänglich ein Sammelbecken Intellektueller, zu einer militanten Untergrundorganisation entwickelte.

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Nepalesische Soldaten patrouillieren in Katmandu

Es gleicht einem Anachronismus, wenn man die theoretische Begründung der nepalesischen Guerillas für ihren Terrorfeldzug hört: Sie bezeichnen sich als Maoisten und berufen sich auf die Erfahrungen der Guerillas des Leuchtenden Pfades von Peru. Offensichtlich hat man ihre Stärke unterschätzt. Bislang ging man davon aus, dass sie in etwa 30 der 75 Distrikte Nepals eine gewisse Basis haben. Wenn die Regierung Nepals sich nun gezwungen sah, Indien um Hilfe zu bitten, zeigt das doch den Ernst der Lage. Inzwischen sagte Indiens Premierminister Atal Behari Vajpayee König Gyanendra Unterstützung für die Notstandsmaßnahmen zu. Die 45.000 Mann starke, schlecht ausgerüstete und mangelhaft ausgebildete Armee Nepals wäre wohl in der Tat überfordert.

Nepal: Eines der ärmsten Länder der Welt

Mehr als 2000 Menschen wurden getötet, seitdem sich die maoistische Bewegung, anfänglich ein Sammelbecken Intellektueller, zu einer militanten Untergrundorganisation entwickelte. Einer der führenden Köpfe, Battarai, studierte an der Nehru-Universität in Delhi, und entwickelte gemeinsam mit Gleichgesinnten der indischen Unionsstaaten Westbengalen und Bihar ein Befreiungsprogramm für Nepal. Man versuchte mit dem Ziel, eine landesweite Bodenreform einzuführen, die verarmte Landbevölkerung für die Bewegung zu gewinnen. Natürlich hatte die Aussicht auf Teilung des Wohlstands Wirkung auf den Frieden des Landlebens, das zum Teil auf alten feudalistischen Strukturen beruht. Schließlich ist Nepal eines der ärmsten Länder der Welt. Mehr als die Hälfte der Nepalesen muss mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen.

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