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Asien

Maoisten-Gewalt überschattet Wahlen in Indien

Am Donnerstag (23.04.) gehen die Parlamentswahlen in Indien in die nächste Runde. Aber auch der zweite Wahltag des in Etappen stattfindenden Wahlmarathons wurde von maoistischer Gewalt überschattet.

militante Maoisten üben auf einem Feld (AP Photo/Mustafa Quraishi)

Eines der wenigen Bilder militanter Maoisten in Indien aus dem Jahr 2007

Vier Stunden befanden sich hunderte Opfer in der Gewalt der Rebellen, dann ging die Geiselnahme unblutig zu Ende. Am Mittwoch hatten Maoisten im nordöstlichen Bundesstaat Jharkand einen voll besetzten Personenzug gekapert. Nach Polizeiangaben zwangen sie daraufhin den Zugführer, den Bahnhof von Latehar anzusteuern, einer Hochburg der Aufständischen. Einen Tag zuvor hatten Rebellen einen Bahnhof im benachbarten Bundesstaat Bihar in die Luft gesprengt, kurz bevor dort ein Expresszug vorbeifahren sollte. Immer wieder haben die Maoisten in den vergangenen Jahren durch derartige Aktionen für Schlagzeilen gesorgt.


Machtdemonstration vor dem nächsten Wahltag

Maoisten verbrennen ein Auto mit Wahlutensilien

Maoisten verbrennen ein Auto mit Wahlutensilien

Die jüngste Geiselnahme ereignete sich nur einen Tag vor der zweiten Runde der indischen Parlamentswahl. Der Urnengang in der größten Demokratie der Welt findet in insgesamt fünf Etappen bis Mitte Mai statt. Schon zum Auftakt in der vergangenen Woche verübten die Maoisten - die zum Boykott der Wahlen aufgerufen hatten - mehrere Anschläge, dabei wurden mindestens 17 Menschen getötet. Nach eigenen Angaben kämpfen die Rebellen für die Rechte landloser Arbeiter und armer Bauern.


Die Maoisten sind in 13 der 35 indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien aktiv - darunter auch einige, in denen am Donnerstag gewählt wird. Das Wahlergebnis wird Mitte Mai verkündet.

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