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Mecklenburg-Vorpommern

Manuela Schwesig ist neue Ministerpräsidentin in Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern wird erstmals von einer Ministerpräsidentin geführt. Der Landtag wählte die frühere Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in das Amt. Sie folgt dem erkrankten Erwin Sellering nach.

Deutschland Landtagssitzung Mecklenburg-Vorpommern (picture-alliance/dpa/J. Büttner)

Manuela Schwesig legt im Landtag in Schwerin den Amtseid ab

In einer Sondersitzung des Parlaments in Schwerin erhielt Manuela Schwesig 40 von 70 gültigen Stimmen. Das teilte Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) mit. Die 43-Jährige war die einzige Kandidatin für das Amt. Die SPD als Seniorpartner in der rot-schwarzen Koalition hatte sie am Sonntag unmittelbar nach der Wahl zur SPD-Landesvorsitzenden für das Amt der Regierungschefin nominiert.

Schwesig folgt auf ihren Parteikollegen Erwin Sellering, der Ende Mai wegen einer schweren Krebserkrankung den Verzicht auf alle politischen Ämter erklärte. Schwesig hat angekündigt, im Anschluss an ihre Wahl ihr Kabinett vorzustellen. Sie plant, alle Minister aus Sellerings SPD-geführter Koalitionsregierung mit der CDU zu übernehmen.

Förderer Sellering

Der 67-Jährige gilt als Förderer Schwesigs und hatte sie auch als seine Nachfolgerin für den Landesvorsitz der SPD und für das Ministerpräsidentenamt vorgeschlagen. Sellering holte die Diplom-Finanzwirtin als damals 34-Jährige 2008 in sein Kabinett. Als Landesministerin sorgte sie dafür, dass mehr Geld für die Kinderbetreuung in Kitas fließt.

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Personalrochade bei den Sozialdemokraten

Schon 2013 wechselte Schwesig als Bundesministerin nach Berlin. An der Spitze des Ressorts für Familie, Senioren, Frauen und Jugend machte sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem ihrer Hauptanliegen. Sie setzte sich für den Ausbau von Kita-Plätzen und höhere Qualität in der Betreuung ein und initiierte Gesetzesänderungen, die eine leichtere Rückkehr Berufstätiger von Teilzeit in Vollzeit ermöglichen sollen. In ihre Zeit als Bundesministerin fallen auch die Einführung der Frauenquote für Führungspositionen in börsennotierten Unternehmen und das Gesetz zur Lohngerechtigkeit.

Auch in der SPD machte die zweifache Mutter rasch Karriere. 2003 trat sie in die Partei ein und stieg schon 2005 in den Landesvorstand auf. Seit 2009 ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende und gilt als wichtigste Stimme der SPD in Ostdeutschland. Schwesig wurde 1974 in Frankfurt (Oder) geboren und wuchs im brandenburgischen Seelow auf. Nach ihrer Heirat zog sie im Jahr 2000 nach Schwerin, wo sie im Finanzamt und dann im Finanzministerium arbeitete und bis heute mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt.

kle/pab (afp, dpa)

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