1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Manuel Neuer ist (inoffizieller) Welttorhüter

Nationalkeeper Manuel Neuer erhält zum vierten Mal in Folge den Titel als "Welttorhüter des Jahres". Der FC Bayern München gratuliert seiner Nummer 1. Aber was bedeutet der Preis überhaupt?

Es erscheint irgendwie logisch: Neben dem Preis zum "Weltfußballer des Jahres" gibt es auch den Preis des "Welttorhüters des Jahres". Schließlich erfüllt der Schlussmann auch im modernen Fußball eine Schlüsselrolle, besonders, wenn er solche Fähigkeiten wie Manuel Neuer mit in die Waagschale schmeißen kann. Und da der Weltfußballer eigentlich immer ein (Offensiv-)Spieler ist, erscheint der separate Preis für den besten Torwart nur logisch. Doch was man schnell beim ersten Blick übersieht: Der "Welttorhüter des Jahres" ist kein offizieller Preis.

Mit 156 Punkten hat sich Manuel Neuer den Titel 2016 geholt, Italiens unermüdlicher Altmeister Gianluigi Buffon (Juventus Turin) kam auf 91 Zähler, Portugals Europameister Rui Patricio (Sporting Lissabon) heimste 50 Punkte ein. Klarer Vorsprung für Neuer also, aber in was genau eigentlich? 

Wahlkriterien bleiben unklar

Die Auszeichnung vergibt nämlich nicht etwa der Weltverband FIFA oder wie im Fall des "Ballon d'Or" das französische Fachblatt "France Football", sondern die "Internationale Föderation für Fußball-Statistik" (IFFHS). Und das schon zum 30. Mal. Die Abstimmung ist allerdings wegen ihrer intransparenten Kriterien umstritten. "Fußball-Experten aus 56 Ländern" hätten die Jury gebildet, schreibt die vom deutschen Alfredo Pöge gegründete IFFHS auf ihrer Webseite. Wer dazu zählt, wie die "Experten" ausgewählt werden und wer wie viele Punkte vergibt, teilt der Statistik-Verband nicht mit. Entsprechende Nachfragen von Medien blieben offenbar unbeantwortet. 

Was der 30-jährige Manuel Neuer selbst über den Preis denkt, ist unklar. Sein Verein gratulierte ihm jedenfalls via Social Media zum vierten Titel in Folge und Teamkollege Thomas Müller tat das Gleiche. 

jw/sw (mit sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links