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Aktuell Amerika

Manning in 19 von 21 Anklagepunkten schuldig

Der 25-jährigen Obergefreite der US Army wurde in fast allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Freigesprochen wurde er jedoch vom Vorwurf der "Unterstützung des Feindes". Damit droht ihm keine Todesstrafe.

Ein US-Militärgericht hat den Wikileaks-Informanten Bradley Manning damit nicht im schwerwiegendsten Anklagepunkt für schuldig befunden. Der Obergefreite der US-Armee habe aber gegen Spionage-Gesetze verstoßen, entschied das Militärtribunal in Fort Meade am Dienstag.

Manning hatte gestanden, als im Irak stationierter Soldat 2010 Hunderttausende geheime Dokumente aus Armeedatenbanken an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergereicht zu haben. Er betonte aber, dabei aber keine bösen Absichten gehabt zu haben.

Das sah die Staatsanwaltschaft anders. Für sie ist der Soldat ein Verräter, der den USA durch seine Enthüllungen Schaden zufügen wollte. Er habe auch um den Wert der an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergereichten Dokumente für den Feind gewusst, heißt es. Unter anderem seien die von Manning weitergegebenen Dokumente auf dem Computer des getöteten Chefs der Terrororganisation Al Kaida, Osama bin Laden, gefunden worden - dem Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001. Zudem soll Manning aus Eigennutz gehandelt haben, um die Gunst von Wikileaks und dessen Chef Julian Assange zu gewinnen.

Manning bekannte sich in einigen Punkten schuldig

Die Verteidigung hatte den Angeklagten dagegen als naiven Idealisten, der die Öffentlichkeit über den Krieg und Kriegsgräuel informieren wollte, um Menschenleben zu retten. Die Anwälte hatten im Prozess immer wieder versucht, das drohende Strafmaß für den Obergefreiten zu verringern. Dieser hatte sich in den minder schweren Anklagepunkten für schuldig bekannt und damit bereits in Kauf genommen, dass er bei einer Verurteilung hinter Gitter kommt.

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Bradley Manning wegen Spionage verurteilt

Das Verfahren war der erste große Prozess gegen einen sogenannten Whistleblower in den USA und könnte als Präzedenzfall für weitere bekannte Enthüller dienen - etwa für Julian Assange und den Geheimdienst-Spezialisten Edward Snowden. Beide werden von den USA als Geheimnisverräter gesucht - beiden soll der Prozess gemacht werden.

hf/kle (rtrd, afpd, dpa)

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