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Aktuell Afrika

Mandelas "Zustand ernst"

Große Sorge um Nelson Mandela: Südafrikas erster schwarzer Präsident musste erneut ins Krankenhaus gebracht werden. Diagnose: Schon wieder eine Lungenentzündung.

Wie der südafrikanische Staatschef Jacob Zuma mitteilte, hatte sich der Gesundheitszustand des 94-Jährigen in den vergangenen Tagen verschlechtert. Deshalb sei er am Samstagmorgen in ein Krankenhaus in Pretoria gebracht worden. Nelson Mandela erhalte dort "die beste medizinische Betreuung, und die Ärzte unternehmen alles, damit es ihm bessergeht und er sich wohlfühlt", erklärte Zuma. Der Zustand des Friedensnobelpreisträgers von 1993 sei "ernst, aber stabil".

Es ist bereits der vierte Klinikaufenthalt des ehemaligen Staatschefs und Vorkämpfers gegen das Apartheid-Regime innerhalb weniger Monate. Erst im März wurde Nelson Mandela - wenige Wochen nach einem stationären Gesundheitscheck - wegen einer Lungenentzündung dort behandelt. Im Dezember lag er mit einer Infektion der Atemwege fast drei Wochen im Krankenhaus, nachdem ihm Gallensteine entfernt worden waren.

Ein Nationalheld

Mandelas Lungenprobleme reichen in seine Zeit als politischer Gefangener zurück, als er an Tuberkulose erkrankte. Er war 27 Jahre inhaftiert, den Großteil davon im berüchtigten Gefängnis auf Robben Island. Erst 1990 kam er frei und wurde vier Jahre später nach den ersten freien Wahlen erster schwarzer Präsident Südafrikas. Damit war das Ende des Apartheid-Regimes besiegelt.

Als Staatschef trat Mandela 1999 ab, 2004 zog er sich endgültig aus der Politik zurück. Sein letzter öffentlicher Auftritt fand 2010 während der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika statt.

wa/gmf (rtr, afp, dpa)

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