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Fußball

Manchester City ohne Angst vor Real

Real Madrid will zum 14. Mal ins Finale der Champions League. Im Halbfinale wartet mit Manchester City ein harter Brocken, mit einem Ex-Trainer der Madrilenen auf der Bank. Real bangt zudem um zwei Superstars.

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ManCity will als Team gegen Real bestehen

Nur zu gerne würde Manuel Pellegrini seinem Ex-Klub Real Madrid den Einzug ins Champions-League-Finale verderben. "Wir haben den Gegner, den wir haben wollten. Wir werden rausgehen, um zu attackieren", sagte der Trainer von Manchester City vor dem Halbfinale in der Königsklasse am Dienstag (20.45 Uhr MESZ, ab 20:30 Uhr im DW-Liveticker). Die Engländer haben erstmals überhaupt die Chance auf das Endspiel. Real ist dagegen ein alter Bekannter in der Vorschlussrunde, es winkt die 14. Finalteilnahme der Klubgeschichte. Zuletzt standen die "Königlichen" 2013 im Finale und besiegten dort ihren Lokalrivalen und jetzigen Bayern-Gegner Atletico.

Vor dem ersten Duell in Manchester bangen die Madrilenen um den Einsatz ihrer Torjäger Cristiano Ronaldo und Karim Benzema, die beide angeschlagen sind. Während Ronaldo bereits mit der Mannschaft trainierte und wohl wieder fit wird, kann der Franzose wahrscheinlich eher nicht spielen. Stattdessen rückt ein Mann in den Fokus, der früher bereits gegen ManCity getroffen hat: Gareth Bale, Ex-Spieler von Tottenham Hotspur. "Der Schlüssel wird es sein, dass wir auswärts ein Tor schießen und keins kassieren", sagte der Waliser und erinnerte: "Zu Hause sind wir dann sehr stark."

Das bekam auch der VfL Wolfsburg im Viertelfinale zu spüren, der nach einem 2:0-Heimsieg beim Rückspiel im Santiago Bernabeu mit 0:3 unter die Räder kam und ausschied. Bei der Generalprobe in der Primera Division am Samstag bei Rayo Vallecano sorgte Bale in Abwesenheit von Ronaldo und Benzema dafür, dass Real aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg machte und seine Titelchancen wahrte. Die mentale Stärke bei Real ist also vorhanden. Und auch die bisherigen Besuche Madrids auf der Insel dürften als gutes Omen dienen: Real verlor seit sieben Jahren kein Spiel bei einem englischen Klub.

Pellegrini auf goldener Abschiedstournee

Diese Serie will Manchester City durchbrechen. Ihr Trainer sollte wissen, wie man Real Madrid weh tun kann. Pellegrini saß von 2009 bis 2010 bei Real auf der Bank, wurde nach einer schwachen Saison mit dem bitteren Champions-League-Aus im Achtelfinale gegen Außenseiter Olympique Lyon aber rasch wieder entlassen. Nun will der Chilene mit Manchester ins Endspiel, nachdem sich der Tabellendritte der Premier League im Viertelfinale bereits gegen das favorisierte Paris St. Germain um Zlatan Ibrahimovic durchgesetzt hat. "Es treffen zwei Mannschaften mit großartigen Spielern aufeinander. Aber Madrid hat den Vorteil, dass sie das Rückspiel zu Hause haben", sagte der Coach.

Manuel Pellegrini, Trainer von Manchester City (Foto: picture-alliance/dpa/P. Powell)

Manchesters Coach Manuel Pellegrini arbeitete eine Saison lang als Cheftrainer bei Gegner Real Madrid

Für Pellegrini könnte die Champions League eine Art goldene Abschiedstournee werden - und ein Gruß an seinen Nachfolger. Pellegrini wird im Sommer von Bayern-Coach Pep Guardiola abgelöst, dem er mit dem Champions-League-Titel sehr große Fußstapfen hinterlassen könnte. "Ich hoffe, wir können dieses Jahr den Titel holen", erklärte der Chilene. "Für mich als Trainer wäre es sehr wichtig, die Champions League zu gewinnen, weil es hier vorher niemand geschafft hat."

Faustpfand für Pellegrini ist derzeit die Offensive. Der lange verletzte Ex-Wolfsburger Kevin De Bruyne hat wieder zur alten Stärke gefunden. Torjäger Sergio Agüero traf in den vergangenen fünf Liga-Spielen siebenmal. Mit dem Spanier David Silva bilden die beiden Ausnahmekönner, wie die Zeitung "Manchester Evening News" schrieb, ein "schreckliches Trio".

Real wird sich daher in Acht nehmen müssen, dass dem zehnmaligen Europacupsieger nicht ähnliche Fehler unterlaufen wie bei der 0:2-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel beim VfL Wolfsburg. "Der frühe 0:2-Rückstand am Samstag bei Rayo Vallecano war eine erneute und letzte Warnung", konstatierte das Madrider Sportblatt "Marca" und warnte: "Die Gefahr eines Blackouts ist das größte Problem bei Real."

asz/sn (dpa, sid)

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