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Kultur

Man Booker Prize für Ungarn Krasznahorkai

Der ungarische Autor László Krasznahorkai hat den internationalen Man-Booker-Preis gewonnen. Die Auszeichnung, die nur alle zwei Jahre vergeben wird, wurde in London verliehen.

Die Auszeichnung ist mit 60.000 Pfind (rund 80.000 Euro) dotiert. Sie wird all zwei Jahre an Autoren im Bereich Fiktion für ihr Gesamtwerk verliehen. Träger des internationalen #link:http://www.themanbookerprize.com/:Literaturpreises# sind so renommierte Autoren wie Philip Roth (2011) und Alice Munro (2009). Der eigentliche Booker-Preis, der jährlich ausgelobt wird, richtet sich dagegen ausschließlich an Autoren aus Großbritannien und Irland.

Konstrukteur langer Sätze

Der 61 Jahre alte Krasznahorkai ist bekannt für seine langen und komplexen Sätze. Seine Bücher sind vielfach meditativ geprägt. Krasznahorkais Roman "Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluss" etwa spielt in einem japanischen Kloster. Andere handeln von der Sehnsucht nach Geschichten und einer Reise nach New York, um zu sterben.

Die Jury überzeugte Krasznahorkai unter anderem mit seinem Buch "The Melancholy of Resistance" - einer dunklen Satire über die westliche Zivilisation. "Laszlo Krasznahorkai ist ein visionärer Autor von außergewöhnlicher Intensität und Breite im Ausdruck, der den Alltag der Gegenwart in Szenen einfängt, die seltsam, beängstigend, verstörend komisch und erschütternd schön sind", beschrieb Jury-Vorsitzende Marina Warner das Werk des Preisträgers. Die Jury lobte zudem seine "epischen Sätze, die wie eine Fusselrolle alle möglichen eigenartigen und unerwarteten Dinge aufsammeln".

sd/pg (dpa/epd)

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