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Nahost

Manöver im Persischen Golf

Der Iran will seine Stärke zeigen. Bei einem Militärmanöver am Persischen Golf testen die Revolutionsgarden neue Schnellboote und die eigene Verteidigungsbereitschaft.

Ein Foto der iranischen Nachrichtenagentur FARS zeigt das Militärmanöver im Persischen Golf (Foto: AP)

Ein Foto der iranischen Nachrichtenagentur FARS zeigt das Militärmanöver im Persischen Golf

Es ist ein strategisch wichtiger Ort, den sich die iranischen Revolutionsgarden für ihr Militärmanöver ausgesucht haben: die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Durch diese Meerenge werden fast 40 Prozent des weltweit geförderten Erdöls transportiert. Jetzt sind hier Irans Land-, Luft- und Marineeinheiten drei Tage lang bis diesen Samstag (24.04.2010) im Einsatz.

Revolutionsgarden betonen ihren Einfluss

Mit ihrem Manöver wolle die Islamische Republik ihren Einfluss in der Wasserstraße unterstreichen, erklärte ein stellvertretender Kommandeur der iranischen Eliteeinheit. Einem Militärsprecher zufolge sei dabei auch ein vom Radar kaum zu erkennendes Schnellboot zum Einsatz gekommen. Dabei handele es sich um ein ferngesteuertes Boot, dessen Raketen bis zu sieben Meter große Löcher in einen Schiffsrumpf reißen könnten. Das Boot sei in der Lage, feindliche Schiffe zu entdecken, anzugreifen und zu zerstören.

Regierung droht mit Blockade

Ein Foto der iranischen Nachrichtenagentur FARS zeigt das Militärmanöver im Persischen Golf (Foto: AP)

Mit dem Manöver will der Iran die Stärke seiner Streitkräfte demonstrieren

Westliche Militärexperten gehen davon aus, dass die Revolutionsgarden im Falle eines Angriffs auf den Iran versuchen könnten, die Meerenge der Straße von Hormus mit Schnellbooten zu blockieren. Teheran hatte in der Vergangenheit wiederholt damit gedroht, die Meerenge zu schließen, sollte der Iran angegriffen werden. Der Militärexperte Theodore Karasik vom "Institute for Near East and Gulf Military Analysis" hält diese Taktik für sehr effektiv. Mit Schnellbooten könnten die Revolutionsgarden ihre Gegner flexibel angreifen.

Der iranischen Agentur Ilna zufolge nehmen mehr als 300 Schnellboote an dem Manöver der Revolutionsgarden teil. Die Garden wurden nach der Islamischen Revolution von 1979 gegründet und unterstehen direkt dem Obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei.

Autorin: Anne Allmeling (afp, ap, rtr)
Redaktion: Diana Hodali, Annamaria Sigrist