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Aktuell Nahost

Manöver im Persischen Golf

Säbelrasseln oder nur militärische Routine? Der Iran hat ein großangelegtes Seemanöver im Persischen Golf gestartet, inklusive der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Sechs Tage lang soll die Übung dauern.

Die langfristig geplante Operation solle die Bereitschaft demonstrieren, das Gebiet gegen potenzielle militärische Bedrohungen zu schützen, sagte Marine-Kommandeur Habibollah Sajari der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Im Atomstreit mit dem Westen hatte der Iran mehrfach gedroht, im Falle von Sanktionen gegen seine Ölausfuhren den wichtigen Seeweg von Hormus  zu blockieren.

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Irans Flotte in der Meerenge von Hormus

Durch die Meerenge werden rund 40 Prozent der weltweiten Seetransporte von Rohöl abgewickelt. Das iranische Staatsfernsehen berichtet, an dem Manöver seien nicht nur Kriegsschiffe und U-Boote, sondern auch Kampfflugzeuge beteiligt (das Artikelbild zeigt eine ähnliche Übung im Januar). Schiffe, die nicht zu den iranischen Verbänden gehörten, würden aufgefordert, das Gebiet bis zum 3. Januar zu meiden. Das Manöver erstreckt sich demnach auf eine Fläche von 400.000 Quadratkilometern. 

Israel im Fadenkreuz

Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Israel und die USA haben deshalb auch Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen. Teheran weist die Vorwürfe zurück und droht seinerseits mit einem Einsatz seiner Raketen, die nach Angaben des Militärs 2000 Kilometer weit bis nach Israel fliegen können.

ml/wa (dpa, dapd)

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